Am 13. Oktober 2026 traf ein russischer Angriff das wichtigste Logistik-Verteilungszentrum des Unternehmens „Epizentr K“ in Chmelnizki. Die Anlage war Ziel eines beispiellos intensiven Angriffs: An nur einem Tag wurde die Infrastruktur des Komplexes zehn Mal beschossen, wodurch fünf Großbrände ausbrachen, die etwa 85% der dort gelagerten Warenbestände vollständig vernichteten.
Angriffschronologie und Rettungseinsätze
Nach Angaben von Vertretern von „Epizentr K“ zielte der Feind darauf ab, das Objekt dem Erdboden gleichzumachen. Die Löscharbeiten und Rettungsmaßnahmen wurden massiv behindert durch etwa drei Dutzend Kamikaze-Drohnen, die ununterbrochen über dem brennenden Komplex kreisten. Trotz der verheerenden Folgen und des Ausmaßes der Katastrophe konnten dank der rechtzeitigen Evakuierung des Personals Menschenleben gerettet werden.
Bedeutung der Anlage und Systematik der Angriffe
Das Verteilungszentrum in Chmelnizki war faktisch das letzte große funktionierende Lager des Netzwerks, das die Einkaufszentren des Unternehmens in der gesamten Ukraine versorgte. Zuvor hatten russische Angriffe die beiden größten Logistikkomplexe des Unternehmens in Kiew und der Region Kiew vollständig zerstört. Darüber hinaus gerieten in der vergangenen Woche Netzwerkeinrichtungen in Tschernihiw und im Vorort von Dnipro unter Beschuss, wo ebenfalls schwere Zerstörungen und Opfer gemeldet wurden.
Widersprüchliche Daten
Während die ukrainische Seite und die Unternehmensleitung von der massiven Zerstörung des Logistikzentrums in Chmelnizki infolge von zehn Drohnenangriffen berichten, liefern russische Fachmedien und offizielle Berichte des russischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Quellen in anderen Publikationen abweichende Angaben über die Zerstörung ähnlicher Einrichtungen im Süden des Landes. Es gibt informationelle Diskrepanzen bei Geographie und Details der Operationen, doch die Tatsache, dass die wichtigsten Distributionskapazitäten von „Epizentr“ massiv außer Betrieb gesetzt wurden, wird von beiden Konfliktparteien bestätigt.
Folgen für Wirtschaft und Unternehmen
Die Unternehmensleitung betont, dass neben gigantischen materiellen Verlusten und der Zerstörung von Lieferketten auch Arbeitsplätze und die stabile Gehaltszahlung für Tausende von Mitarbeitern direkt bedroht sind. Das Unternehmen steht vor einer beispiellosen Systemkrise und erklärt, dass man sich an die regelmäßige Zerstörung der über Jahre aufgebauten Infrastruktur nicht gewöhnen könne.