Während des NATO-Gipfels in Ankara richtete der Generalsekretär des Bündnisses, Mark Rutte, eine direkte Ansprache an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Allianzchef forderte den russischen Führer auf, Provokationen zu unterlassen und präzisierte die Position des Westens.

„Spielen Sie nicht mit uns'

Rutte betonte, dass die NATO keine aggressive Macht sei. „Wir werden niemals jemanden angreifen. Wir werden nur unseren Lebensstil, unsere Demokratie und unser Territorium verteidigen', erklärte der Generalsekretär in einer Ansprache an den Kreml. Diese Botschaft war einer der zentralen Punkte des Gipfels und demonstrierte die Bereitschaft des Blocks zur Verteidigung, nicht jedoch zur Expansion.

Die Verzweiflung des Kremls und die Erfolge der ukrainischen Streitkräfte

In Bezug auf die massiven Raketenangriffe auf ukrainische Städte bezeichnete Rutte diese als Zeichen der Verzweiflung der russischen Führung. Nach Ansicht des Generalsekretärs werden solche Aktionen durch das Fehlen von Erfolgen auf dem Schlachtfeld motiviert. „Ich denke, dies zeigt erneut, wie verzweifelt Putin ist, da die Ukrainer auf dem Schlachtfeld gut kämpfen', fügte er hinzu.

In der NATO wird festgestellt, dass die ukrainische Armee bemerkenswerte Ergebnisse erzielt hat. Die wichtigsten Veränderungen an der Frontlinie, auf die Rutte hinwies:

  • Die russische Armee ist nicht mehr in der Lage, groß angelegte Durchbrüche zu vollziehen, wie dies noch vor einigen Monaten der Fall war.
  • Die Situation an der Frontlinie ist in eine Phase übergegangen, die einem Patt ähnelt.

Der Generalsekretär betonte, dass willkürliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur Russland keinen Sieg bringen werden. „Menschen sterben, aber Russland wird diesen Krieg auf diese Weise niemals gewinnen', fügte er hinzu.

Die neue Rolle der Ukraine und die Aussichten auf Frieden

Angesichts dieser Ereignisse hat Kiew die NATO bereits aufgefordert, die neue Rolle der Ukraine im Bündnis erstmals offiziell anzuerkennen. Parallel dazu äußerte Rutte die Prognose, dass friedliche Verhandlungen mit Putin möglich sein könnten, und verknüpfte diese mit neuen Erfolgen der ukrainischen Streitkräfte sowohl an der Front als auch im diplomatischen Bereich. Darüber hinaus werden finanzielle Fragen erörtert: Die NATO ist bereit, der Ukraine Mittel bereitzustellen, auch ohne direkte Beteiligung der USA.