Auf dem Markt für mobile Geräte hat Samsung zwei Schlüsselneuheiten vorgestellt: den Flaggschiff-Gerät Galaxy S26 Ultra und das günstigere Galaxy A57. Obwohl das Unternehmen die Hardwarekosten im günstigeren Modell optimieren konnte, hat ein tiefergehender Softwarevergleich eine Reihe wesentlicher Unterschiede aufgedeckt. Es stellt sich heraus, dass Käufer im Mittelklasse-Segment den Zugang zu einer Reihe intelligenter Tools verweigert wird, die die Nutzung von Flaggschiff-Geräten wirklich komfortabel machen.
Verlorener Klang: Warum das A57 Rauschen nicht entfernen kann
Eine der ersten und auffälligsten Funktionen, die im Galaxy A57 fehlen, ist die Audio Eraser-Technologie. Dies ist ein lokales KI-basiertes Rauschunterdrückungssystem, das in Echtzeit für jeden Videokinhalt funktioniert. KI-Algorithmen können Audiospuren erkennen und Hintergrundgeräusche vom nützlichen Signal trennen.In der Praxis funktioniert dies wie folgt: Während des Anschauens von Sportübertragungen kann das System die Schreie eines mehrtausendköpfigen Stadions vollständig dämpfen, wodurch die Stimme des Kommentators klar und deutlich wird. Die Funktion filtert auch effektiv natürliche Geräusche heraus – Windböen oder das Rauschen der Meeresbrandung in aufgenommenen Videos.
Wahrscheinlich liegt das Fehlen dieser Option im Galaxy A57 an der geringeren Rechenleistung seines Prozessors. Moderne Samsung-Oberflächen werden um die Möglichkeiten von neuronalen Netzen herum entwickelt, und obwohl Nutzer eine vereinfachte Version des Algorithmus erwarten, bleibt diese Funktion vorerst ein Privileg des höherwertigen Modells.
Dateisuche: Globaler Suchmotor gegenüber Standardmenü
Ein weiteres bedeutendes Merkmal ist die Funktion „Search with Finder“. In Standard-Android-Smartphones kann die Suchleiste im App-Menü nur installierte Programme finden. In One UI auf dem Galaxy S26 Ultra wurde dieses Werkzeug jedoch in einen globalen Suchmotor verwandelt.Das neuronale Netz durchsucht den gesamten internen Speicher des Geräts, einschließlich:
- Dokumenten und Dateien, die im Speicher abgelegt sind;
- Geladenen Inhalten aus verschiedenen Apps.
Für Nutzer, die kein klares System zur Katalogisierung von Dateien haben, eliminiert ein solches Werkzeug die Notwendigkeit, Dokumente manuell in Ordnern zu suchen. Das Fehlen einer integrierten Finder-Suche im Galaxy A57 zwingt Besitzer dazu, Zeit damit zu verbringen, Downloads in verschiedenen Apps zu überprüfen, was für ein modernes Betriebssystem eine seltsame Einschränkung darstellt.
Automatisierung und Personalisierung: Was Anfängern fehlt
Die Lücke in den Möglichkeiten ist auch im Bereich der Automatisierung routinemäßiger Aktionen spürbar. Der aktualisierte Sprachassistent Bixby auf Flaggschiff-Geräten hat direkten Zugriff auf die Systemeinstellungen erhalten. Ein Nutzer kann über müde Augen klagen, und die KI passt die Helligkeit automatisch an oder aktiviert den Augenschutzmodus (Eye Comfort Shield).Eine solche Funktion zur automatischen Anpassung der Benutzeroberfläche ohne Umherirren in den Einstellungsmenüs ist besonders wichtig für Käufer des Galaxy A57 – weniger erfahrene Nutzer oder ältere Menschen, die möglicherweise die genauen Namen der Funktionen im Smartphone nicht kennen.
Auch im günstigeren Modell fehlt der interaktive KI-Widget „Now Brief“. Dieses Bildschirmelement sammelt personalisierte Informationen basierend auf den täglichen Gewohnheiten des Nutzers. Es analysiert den Kalender, Fitness-Metriken, Erinnerungen und die aktuelle Wettervorhersage und gibt eine kurze, strukturierte Zusammenfassung aus.
Für das Publikum, das keine „fortgeschrittenen“ Nutzer ist und alle wichtigen Informationen auf einen Blick erhalten möchte, würde das Erscheinen von Now Brief in zukünftigen Firmware-Updates die Benutzerfreundlichkeit der Mittelklasse-Geräte von Samsung erheblich verbessern.