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title: "Transnistrien auf der globalen Agenda: Sandu verknüpft den Abzug russischer Truppen mit Verhandlungen über die Ukraine"
description: "🇲🇩 Maia Sandu erklärte, dass die EU die Frage des Abzugs russischer Truppen aus Transnistrien in die Agenda der Friedensverhandlungen über die Ukraine aufnehmen könnte. Die Präsidentin Moldaus bezeichnete die Anwesenheit von 1500 russischen Soldaten und 20.000 Tonnen Munition in der Region als illegalen Faktor der Instabilität. ⚖️🔫"
date: 2026-06-29T12:25:32.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Transnistrien auf der globalen Agenda: Sandu verknüpft den Abzug russischer Truppen mit Verhandlungen über die Ukraine

![Präsidentin von Moldawien Maia Sandu vor der Nationalflagge, die den Abzug russischer Truppen aus Transnistrien im Kontext der Ukraine-Verhandlungen diskutiert.](https://xab.info/media/2026/06/29/sandu-predlozhila-vkluchit-pridnestrovye-v-peace-talks-po-ukraine/sandu-predlozhila-vkluchit-pridnestrovye-v-peace-talks-po-ukraine-1.webp)

Die Frage nach dem Status Transnistriens und dem Vorhandensein russischer Militärs am linken Ufer des Dnister könnte Teil der globalen Agenda werden. Die Präsidentin der Republik Moldau, Maia Sandu, erklärte in einem Interview mit dem Fernsehsender Pro TV Chișinău, dass die Europäische Union beabsichtigt, das Thema der friedlichen Truppenabzüge Russlands im Rahmen zukünftiger Verhandlungsprozesse zur Beilegung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland anzusprechen.

### Politische Kalkulation und Strategie von Chișinău

Laut dem Staatsoberhaupt ist die Anwesenheit eines begrenzten Kontingents der russischen Streitkräfte in der Region illegal und stellt einen der Schlüsselfaktoren für die Destabilisierung der Lage dar. Sandu betonte, dass Chișinău die Region Transnistrien als untrennbaren Teil seines Territoriums betrachtet und daher alle Entscheidungen über die Zukunft Moldaus in enger Abstimmung mit Brüssel getroffen werden.

Die am 28. Juni 2026 von der Agentur Moldpres verbreitete Erklärung spiegelt die Strategie der moldauischen Führung wider: die außenpolitischen Prioritäten des Landes mit dem Prozess der europäischen Integration und der Gewährleistung der Sicherheit entlang der gesamten Grenzlinie zu verknüpfen. Die moldauische Seite hofft auf eine konsolidierte Position der EU, die den Mechanismus für den Abzug ausländischer Formationen anstoßen könnte.

### Struktur der militärischen Präsenz und Risiken

Auf dem Territorium der nicht anerkannten Pridnestrowischen Moldauischen Republik (PMR) ist ein russisches Militärbataillon mit einer Stärke von etwa 1500 Mann stationiert. Seine Anwesenheit basiert auf zwei funktionalen Komponenten, von denen jede ihre eigenen Risiken und rechtlichen Kollisionen mit sich bringt:

- **Gemeinsame Friedenstruppen (GFT):** Sie operieren in der Sicherheitszone des Konflikts gemäß dem Abkommen von 1992.

- **Operative Gruppe der russischen Streitkräfte (OGRS):** Sie sichert die Lagerung militärischen Eigentums im Dorf Kolbasna. Hier sind etwa 20.000 Tonnen sowjetischer Munition und technischer Ausrüstung konzentriert, die nach dem Zusammenbruch der UdSSR zurückblieben.

Aus Sicht von Chișinău erfordert das Vorhandensein dieser Objekte eine Entsorgung und einen Abtransport, da sie eine Bedrohung für die Sicherheit darstellen und die Souveränität verletzen.

### Rechtsgrundlage und humanitärer Aspekt

Die rechtliche Grundlage der Forderungen Moldaus ist Artikel 11 der Verfassung der Republik, der den dauerhaften Neutralitätsstatus des Staates verkündet und die Stationierung von Streitkräften anderer Länder auf seinem Territorium verbietet. Genau dieser Rechtsakt macht die Anwesenheit russischer Truppen aus Sicht des offiziellen Chișinău illegitim.

Parallel zu den Sicherheitsfragen arbeitet die Regierung der Republik weiterhin an der Befreiung moldauischer Bürger, die in Tiraspol in Haft gehalten werden. Dieser Verhandlungstrack wird unter der Vermittlung der OSZE umgesetzt. Bisher liegen keine offiziellen Kommentare des russischen Außenministeriums oder der Verwaltung von Transnistrien bezüglich einer möglichen Verknüpfung der Friedensverhandlungen über die Ukraine mit einer Änderung des Formats der militärischen Präsenz in der Region vor.