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title: "ASIS-Geheimdienst: SAS-Veteranen und westliche Spezialkräfte könnten Russen im Kampf gegen die Ukraine trainiert haben"
description: "Eine ASIS-Geheimdienstnotiz deutet auf eine mögliche Beteiligung von SAS- und westlichen Speznazveteranen an der Ausbildung der Russen in Lagern in Bulgarien und Serbien hin. Alfa-Metal bestreitet die Vorwürfe, der Telegraph konnte die Daten nicht unabhängig bestätigen."
date: 2026-09-10T01:40:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/sas-veteranen-koennten-russen-im-kampf-gegen-ukraine-trainiert-haben
tags: [ukraine-war, special-forces, intelligence, russia, sas, private-military-companies, five-eyes]
publisher: "XAB.info"
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# ASIS-Geheimdienst: SAS-Veteranen und westliche Spezialkräfte könnten Russen im Kampf gegen die Ukraine trainiert haben

![Eine Gruppe russischer Soldaten in Tarnkleidung und mit Gewehren, die sich einer Kolonne von Militärlastwagen nähert](https://xab.info/media/2026/09/10/veterany-zapadnogo-spetsnaza-mogli-obuchat-rossiyan-voevat-protiv-ukrainy/veterany-zapadnogo-spetsnaza-mogli-obuchat-rossiyan-voevat-protiv-ukrainy-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Eine ASIS-Geheimdienstnotiz, erstellt auf Grundlage der Aussagen ehemaliger australischer Speznazsoldaten, deutet auf eine mögliche Ausbildung der Russen durch Veteranen westlicher Spezialeinheiten, einschließlich der SAS, hin
- Das Trainingszentrum Alfa-Metal in Bulgarien wird als einer der Standorte genannt; das Unternehmen bestreitet die Ausbildung russischer Staatsbürger nach 2022 und die Einstellung von SAS-Veteranen
- Der Telegraph konnte die Behauptungen des Dokuments nicht unabhängig bestätigen; Quellen innerhalb der SAS bezweifeln die Informationen
- Die Ergebnisse der ASIS-Ermittlung könnten im Rahmen des Bündnisses „Five Eyes“ an Großbritannien und die Vereinigten Staaten weitergegeben werden

In die Hände von Journalisten des Telegraph ist eine Geheimdienstnotiz gelangt, die für den australischen Geheimdienst (ASIS) erstellt wurde und auf eine mögliche Beteiligung von Veteranen westlicher Spezialeinheiten – darunter der britischen Special Air Service (SAS) – an der Vorbereitung russischer Staatsbürger auf Kampfhandlungen gegen die Ukraine hindeutet. Der Geheimdienst bewertet die Glaubwürdigkeit dieser Informationen mit „hoher Sicherheit“, jedoch wurde eine unabhängige Bestätigung der zentralen Behauptungen bislang nicht erhalten, und die unmittelbar Beschuldigten weisen die Vorwürfe kategorisch zurück.

### Die Geheimdienstnotiz und ihre Quellen

Das Dokument, das in die Hände der Journalisten gelangte, wurde auf Grundlage von Gesprächen mit zwei ehemaligen australischen Speznazsoldaten und einem aktiven Reservisten erstellt. Ihren Angaben zufolge wurden ihnen Stellen als Ausbilder in Trainingslagern in Bulgarien und Serbien angeboten, in denen – so ihre Behauptung – russische Kunden ausgebildet wurden. Die Geheimdienstnotiz ist derzeit Gegenstand einer ASIS-Ermittlung, deren Ergebnisse voraussichtlich im Rahmen des Geheimdienstbündnisses „Five Eyes“ an Großbritannien und die Vereinigten Staaten weitergegeben werden. Dies verleiht dem Thema erhebliches geopolitisches Gewicht: Sollten die Behauptungen bestätigt werden, würde es um einen Verstoß gegen informelle, aber strenge Normen gehen, die westliche Geheimdienste und die russische Militärmaschinerie voneinander trennen.

### Trainingszentren in Bulgarien und Serbien

Ein Zentrum, das in der Notiz ausdrücklich genannt wird, ist Alfa-Metal in Bulgarien. Das Unternehmen bietet Kurse nach Speznaz-Programmen und vertiefte Scharfschützenprogramme mit einer Ausbildungsgebühr von rund viertausend Euro pro Person an. Als potenzielle Kunden des Zentrums werden im Dokument Mitarbeiter privater Militärunternehmen, Sicherheitskräfte und Vertreter von Unternehmenssicherheitsdiensten genannt. Die zentrale Behauptung der Notiz lautet, dass europäische private Trainingszentren nach Beginn der großflächigen Invasion Russlands in die Ukraine weiterhin Staatsbürger Russlands aufgenommen haben, einschließlich Kurse im Nahkampf. Den befragten Veteranen zufolge teilten Mitarbeiter des Zentrums während einer Geheimdienstübung mit, dass die Russen dort auch 2025 noch ausgebildet wurden.

### Alfa-Metal: Vorwürfe und Dementis

Auf der Website von Alfa-Metal wurde, so der Telegraph, ein Foto des SAS-Emblems veröffentlicht, und es wurde eine Anzeige zur Suche nach einem britischen Ausbilder mit Erfahrung im Speznaz veröffentlicht. Auf der Seite der Ausbilder des Zentrums wurde ein Mann vorgestellt, der von zwölf Jahren Dienst im United States Army Special Operations Command berichtete und auf Erfahrung im Terrorismusbekämpfung, Ranger-Ausbildung, Fallschirmjägerausbildung, Dschungeloperationen und Fernbeobachtung verwies. Alfa-Metal weist die Vorwürfe kategorisch zurück: Das Unternehmen erklärte, dass es nach Beginn der russischen Invasion keine russischen Staatsbürger ausgebildet und niemals ehemalige SAS-Kämpfer eingestellt habe. Außerdem bestritt das Unternehmen zunächst Verbindungen zur russischen privaten Sicherheitsfirma Alfa Region, doch nach einer Anfrage des Telegraph gaben Vertreter von Alfa-Metal zu, dass zwischen den Strukturen „historische berufliche Kontakte“ bestanden hatten.

### Widersprüchliche Daten

Erhebliche Widersprüche in den Versionen der beteiligten Parteien machen das Bild mehrdeutig. Einerseits bewertet die ASIS-Geheimdienstnotiz die Informationen mit „hoher Sicherheit“, und der Telegraph veröffentlicht das Dokument als beweiswert. Andererseits weist der Telegraph ausdrücklich darauf hin, dass er die im Dokument dargelegten Behauptungen nicht unabhängig bestätigen konnte. Mehrere Quellen innerhalb des SAS selbst bezweifelten die Informationen über die Beteiligung von Veteranen der Einheit an der Ausbildung der Russen und erklärten, dass solche Handlungen den Werten der Spezialeinheit widersprechen würden. Ein Vertreter des britischen Verteidigungsministeriums lehnte es ab, Fragen zu britischen Spezialoperationseinheiten oder zum Geheimdienst zu kommentieren. Alfa-Metal seinerseits bestreitet den Vorwurf, russische Staatsbürger nach 2022 ausgebildet und SAS-Veteranen eingestellt zu haben. Somit hat bislang keine der Parteien öffentlich überprüfbare Beweise vorgelegt, und das endgültige Urteil wird von den Ergebnissen der ASIS-Ermittlung und einem möglichen Informationsaustausch im Rahmen der „Five Eyes“ abhängen.

### Kontext: die Lage an der Front

Die Enthüllung über eine mögliche „Rückwärts“-Ausbildung der Russen durch westliche Speznazveteranen fällt in eine Zeit, in der die Streitkräfte der Ukraine weiterhin aktive Kampfhandlungen führen. In den letzten Tagen haben die ukrainischen Truppen auf der Slawyscher-Richtung in der Oblast Donezck Vorwärtsbewegungen erzielt und eine Reihe erfolgreicher Gegenangriffe an anderen Frontabschnitten durchgeführt. Laut zuvor von XAB.info veröffentlichten Daten übersteigen die Gesamtpersonalverluste der Russischen Föderation im Krieg gegen die Ukraine 1,5 Millionen Menschen. Unter diesen Bedingungen gewinnt die Frage, wer und wie die russischen Kämpfer ausbildet, zusätzliche Bedeutung für das Verständnis der Konfliktentwicklung und der Anpassungsfähigkeit der russischen Seite an die Taktik, die von ukrainischen und westlichen Militärs angewandt wird.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Westliche Speznazveteranen könnten Russen für den Krieg in der Ukraine trainiert haben](https://www.rbc.ua/ukr/news/veterani-zahidnogo-spetsnazu-mogli-trenuvati-1789004159.html) - Украинское издание RBC перепечатало материал The Telegraph с сохранением ключевых фактов: записка ASIS, упоминание Alfa-Metal, опровержения компании, отказ МО Великобритании от комментариев.
- [Westliche Speznazveteranen könnten Russen im Kampf in der Ukraine ausgebildet haben – Medien](https://korrespondent.net/world/worldabus/4910509-veterany-zapadnoho-spetsnaza-mohly-obuchat-rossyian-voevat-v-ukrayne-smy) - Korrespondent.net подтверждает структуру материала: два бывших австралийских спецназовца и один резервист как источники, лагеря в Болгарии и Сербии, стоимость курса ~4000 евро, «высокая степень уверенности» разведки.
- [Westliche Speznazveteranen könnten Russen im Krieg gegen die Ukraine ausgebildet haben – The Telegraph](https://zn.ua/WORLD/veterany-zapadnoho-spetsnaza-vozmozhno-obuchali-rossijan-vedeniju-vojny-protiv-ukrainy-the-telegraph.html) - Zn.ua атрибутирует материал The Telegraph, подтверждает упоминание эмблемы SAS на сайте Alfa-Metal, объявление о поиске британского инструктора, отрицание компанией и «исторические профессиональные контакты» с Alfa Region.

## ❓ FAQ

### Q: Was genau behauptet die ASIS-Geheimdienstnotiz?
**A:** Die Notiz, die für den australischen Geheimdienst auf Grundlage von Gesprächen mit zwei ehemaligen australischen Speznazsoldaten und einem aktiven Reservisten erstellt wurde, deutet darauf hin, dass Veteranen westlicher Spezialeinheiten, einschließlich der SAS, Stellen als Ausbilder in Trainingslagern in Bulgarien und Serbien angeboten wurden, in denen russische Kunden ausgebildet wurden. Der Geheimdienst bewertet die Informationen mit „hoher Sicherheit“.

### Q: Welches Trainingszentrum wird im Dokument erwähnt?
**A:** In der Notiz wird ausdrücklich das Zentrum Alfa-Metal in Bulgarien genannt, das Kurse nach Speznaz-Programmen und vertiefte Scharfschützenprogramme im Wert von etwa viertausend Euro pro Person anbietet. Auf der Website des Zentrums wurde, so der Telegraph, das SAS-Emblem sowie eine Anzeige zur Suche nach einem britischen Ausbilder mit Speznaz-Erfahrung veröffentlicht.

### Q: Wie reagiert Alfa-Metal auf die Vorwürfe?
**A:** Alfa-Metal bestreitet kategorisch, dass es nach Beginn der russischen Invasion russische Staatsbürger ausgebildet habe, und erklärt, dass es niemals ehemalige SAS-Kämpfer eingestellt habe. Das Unternehmen bestritt zunächst auch Verbindungen zur russischen Sicherheitsfirma Alfa Region, räumte jedoch nach einer Anfrage des Telegraph das Bestehen „historischer beruflicher Kontakte“ ein.

### Q: Wurden diese Daten unabhängig bestätigt?
**A:** Nein. Der Telegraph weist ausdrücklich darauf hin, dass er die im Dokument dargelegten Behauptungen nicht unabhängig bestätigen konnte. Mehrere Quellen innerhalb der SAS bezweifelten die Informationen und erklärten, dass solche Handlungen den Werten der Einheit widersprechen würden. Ein Vertreter des britischen Verteidigungsministeriums lehnte es ab, zu kommentieren. Das endgültige Urteil wird von den Ergebnissen der ASIS-Ermittlung abhängen.

### Q: Was wird mit den Ergebnissen der Ermittlung passieren?
**A:** Die Geheimdienstnotiz ist Gegenstand einer ASIS-Ermittlung. Ihre Ergebnisse werden voraussichtlich im Rahmen des Geheimdienstbündnisses „Five Eyes“ an Großbritannien und die Vereinigten Staaten weitergegeben.