In der Nacht ereignete sich in Russland eine großangelegte Serie von Angriffen ukrainischer unbemannter Fluggeräte (Drohnen) auf strategisch wichtige Objekte tief im Landesinneren. Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) bestätigte die Angriffe auf Ziele in den Regionen Jaroslawl und Tula, die mehr als 700 Kilometer von der Grenze entfernt liegen.
Hauptziel der Operation war die Ölbasis „Temp“ in der Region Jaroslawl. Laut Angaben der Behörde ist dieses Objekt von kritischer Bedeutung für die staatlichen Reserven Russlands. Das SBU gibt an, dass die Basis zur Lagerung von Benzin, Dieselkraftstoff und anderen Materialien dient, die anschließend in die nordöstlichen Regionen Russlands geliefert werden und zudem strategische Vorräte für die Bedürfnisse der russischen Armee bilden.
Folgen des Angriffs auf die Ölbasen
Als Folge der Treffer durch Drohnen brach auf dem Gelände der Basis „Temp“ ein Großbrand aus. Quellen zufolge wurden mindestens drei große Brandherde im Tanklager registriert, wo sich 60 Behälter zur Lagerung von Kraftstoff befinden.
Parallel zu den Angriffen auf „Temp“ attackierten Drohnen ein weiteres Objekt in der Region – die Ölbasis „Speztorgh Plus“ in Rybinsk, in der Nähe von Jaroslawl. Laut Berichten von RBK-Ukraine brach auch hier ein Feuer aus, und Aufnahmen des Brandes wurden im Internet verbreitet.
Angriff auf die chemische Produktion
Einen separaten Angriff erlitt ein Unternehmen in der Region Tula. Ziel war die Fabrik „Azot“ in Nowomoskowsk, die sich auf die Herstellung von Sprengstoffen spezialisiert hat. Infolge des Angriffs brach auf dem Werksgelände ein starker Brand aus, und über der Fabrik stieg dichter Rauch auf.
Reaktion Kiews
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte die Ereignisse und bezeichnete sie als „gute Ergebnisse“ der Anwendung von Langstreich-Sanktionen. In seiner Mitteilung betonte er, dass die Ukraine den Plan von Angriffen auf wichtige Objekte auf dem Territorium Russlands und den vorübergehend besetzten Gebieten umsetzt.
Selenskyj erklärte, dass Kiew Moskau alle möglichen Formate für Verhandlungen angeboten habe, die Antwort jedoch lediglich die Fortsetzung der Aggression gewesen sei. „Es ist logisch, dass der Krieg dorthin zurückkehrt, woher er kam. Die Ukraine braucht Frieden“, schrieb der Staatschef.