Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat einen erneuten Schlag gegen eine Schlüsselinfrastruktur Russlands bestätigt. Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats wurde die Ölpumpstation „Wtorowo' in der Oblast Wladimir von ukrainischen Drohnen getroffen. Das Objekt, das die russische Hauptstadt und Exporthäfen mit Kraftstoff versorgt, wurde Ziel einer Operation des Spezialeinsatzkommandos „Alfa'.
Strategisches Ziel im Rahmen der Operation von Selenskyj
Laut einer offiziellen Erklärung des Pressedienstes der SBU war der Angriff Teil einer umfassenden Kampagne, die von ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj initiiert wurde. In der Mitteilung des Ministeriums wird betont, dass die Schläge im Rahmen einer „40-tägigen Einflussnahme-Operation auf Russland' erfolgen. Die Spezialeinheiten von „Alfa' haben ihre Aufgabe erfüllt und einen erfolgreichen Schlag gegen die Leitungs-Produktions-Dispositionsstation geführt.
Dies ist bereits nicht der erste Vorfall für das Objekt: Ein vorläufiger Angriff auf die Station „Wtorowo' wurde am 10. Juni registriert. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die benachbarte Station „Lobkowo', ebenfalls in der Oblast Wladimir, getroffen. In beiden Fällen wurden in den Gebieten der Objekte thermische Anomalien festgestellt, die auf Brände hindeuten.
Wichtiger logistischer Knotenpunkt von „Transneft'
Die Station „Wtorowo' ist ein kritisch wichtiger Bestandteil der Infrastruktur der Aktiengesellschaft „Transneft-Oberer Wolga'. Sie fungiert als wichtigster logistischer Hub für den Transport von leichten Erdölprodukten sowohl auf den Binnenmarkt als auch für den Export.
Über diesen Knotenpunkt erfolgt der Transport von Dieselkraftstoff in den Moskauer Ringkraftstoffrohr. Von hier aus wird der Kraftstoff auf große Tanklager verteilt, die Moskau und die umliegenden Regionen versorgen. Darüber hinaus stellt die Station die Lieferung von Erdölprodukten für den Export über die Häfen der Ostsee sicher.
Folgen des Angriffs
Nach vorläufigen Angaben haben Drohnen der SBU die technischen Gebäude des Objekts getroffen. Nach dem Treffer folgte eine Detonation. Der erneute Schlag gegen die Station, die die Energieversorgung der russischen Hauptstadt sichert, zeigt die Fähigkeit der ukrainischen Nachrichtendienste, präzise Schläge gegen tief im Hinterland liegende Infrastruktur des Gegners zu führen.