Donezk Schachtjor hat im Achtelfinale des Ukrainischen Pokals (Sponsorenname: „BETON Ukrainischer Fußball-Pokal“) einen überzeugenden 3:0-Sieg gegen Dynamo Kiew gefeiert und den Gegner klar deklassiert. Der Wendepunkt der Partie war der Platzverweis für Kiews Verteidiger Taras Mychawko in der ersten Halbzeit: Nachdem Dynamo in Unterzahl geriet, übernahmen die „Bergleute“ die Initiative und erzielten drei Treffer. Für Kiew, den amtierenden Titelverteidiger, endete das Turnier damit im Achtelfinale.
Wie das Spiel verlief: Von Dynamos Druckphase zu Schachtjors Kontrolle
Berichten zufolge begann Kiew die Partie sehr aktiv, doch im weiteren Verlauf übernahm Schachtjor das Kommando, kontrollierte das Spielgeschehen vermehrt und diktierte das Tempo. Genau in dieser Phase ereignete sich die spielentscheidende Szene: In der 30. Minute sah Kiews Verteidiger Taras Mychawko die direkte Rote Karte wegen einer Tätlichkeit im Zweikampf mit Oleh Otscheretko. Otscheretko selbst wurde für dieselbe Aktion mit Gelb verwarnt, doch die numerische Überlegenheit der „Bergleute“ war unbestreitbar.
Drei Treffer nach dem Wendepunkt
Bereits kurz vor der Pause nutzte Schachtjor die Überzahl aus. In der 43. Minute landete der Ball nach einem Gestrüpp im Strafraum von Dynamo bei Gleiker Mendoza, der mit einem wuchtigen Schuss das 1:0 erzielte. Auch im zweiten Durchgang blieben die Donezker torgefährlich: In der 74. Minute setzte sich Alisson auf dem rechten Flügel durch und flankte in den Strafraum, wo Izaki Silva per Kopf zum 2:0 gegen Giorgi Buschtschan traf. In der 87. Minute trug sich Alisson selbst in die Torschützenliste ein — nach Vorlage von Izaki Silva traf der Brasilianer ins rechte Eck und stellte den Endstand auf 3:0 her.
Zweite Rote Karte und das Aus für Dynamo
In der Nachspielzeit verlor Kiew einen weiteren Akteur: Aliu Tiare sah die Rote Karte, sodass Dynamo die Partie mit nur neun Mann beendete. Durch diesen Sieg zieht Schachtjor in die nächste Runde des Pokals ein, während für den amtierenden Pokalsieger das Duell mit Donezk das letzte in diesem Wettbewerb war.
Kontext: Siegesserie und Formkurve der „Bergleute“
Für Schachtjor ist dies der dritte Sieg in Folge im direkten Duell gegen den Erzrivalen. Gleichzeitig ist es der erste Erfolg für das Team nach zuletzt zwei sieglosen Pflichtspielen — zuvor hatten die „Bergleute“ in der Champions League gegen Inter verloren und in der Premjer-Liga gegen Sarja unentschieden gespielt. Damit konnte Schachtjor die Durststrecke im Pokal beenden und seine Ambitionen im Turnier wahren. Am selben Tag hatte zuvor Weres im ersten Pokalspiel knapp gegen Liwyj Bereh gewonnen.