Am Morgen des 23. August 2026 traf ein russischer Strahl-Drohnenangriff vom Typ „Schahed“ in der Oblast Odessa die Lokomotive des Personenzugs Nr. 147 auf der Strecke Schytomyr – Odessa. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende der Aktiengesellschaft „Ukrzaliznytsja“, Alexander Pertzowsky, mit, dessen Worte RBC-Ukraine zitiert. Laut seinen Angaben befanden sich 593 Passagiere an Bord, darunter 15 Kinder. Dank der vorausschauenden Maßnahmen des Überwachungsteams der Ukrzaliznytsja wurde der Zug im Streckenabschnitt im Evakuierungsmodus angehalten, sodass niemand verletzt wurde.

Wie sich die Ereignisse am Morgen des 23. August entwickelten

Wie Alexander Pertzowsky erklärte, hatte das Überwachungsteam der „Ukrzaliznytsja“ die Evakuierung rechtzeitig angeordnet und den Befehl gegeben, den Zug im Streckenabschnitt anzuhalten. Genau diese Entscheidung ermöglichte es, Menschenleben zu retten: Zum Zeitpunkt des Drohnen-Treffers in die Lokomotive befanden sich die Passagiere bereits im Evakuierungsmodus. Infolgedessen wurde niemand verletzt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen keine offiziellen Angaben zur Art der Schäden am Rollmaterial und zu den Fristen für die Wiederherstellung des Verkehrs auf diesem Abschnitt vor.

Hintergrund: die Tragödie vom 13. August

Der Angriff auf den Personenzug in der Oblast Odessa war in diesem Monat nicht der erste. Am Morgen des 13. August traf ein russischer Strahl-Drohnenangriff vom Typ „Schahed“ gezielt die Lokomotive eines Personenzugs in derselben Region. Auch damals hatte das Überwachungsteam die Bedrohung rechtzeitig erkannt und den Befehl gegeben, den Zug anzuhalten, der auf den Bahnhof einfuhr, um die Menschen zu evakuieren. Doch die Zeit reichte nicht aus: Der Treffer traf direkt die Führerkabine, der Lokführer und sein Assistent kamen ums Leben. Dank der Maßnahmen der Besatzung konnten 340 Passagiere gerettet werden.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen den Quellen gibt es Abweichungen bei der Anzahl der Passagiere, die sich zum Zeitpunkt des Treffers am 23. August im Zug Nr. 147 befanden. Der Vorstandsvorsitzende der „Ukrzaliznytsja“, Alexander Pertzowsky, dessen Worte RBC-Ukraine zitiert, nennt die genaue Zahl – 593 Passagiere, darunter 15 Kinder. Gleichzeitig operiert das Medium TSN in seinem Beitrag mit dem gerundeten Wert „rund 600 Passagiere“. Der Unterschied erklärt sich vermutlich durch das Runden in der Sekundärquelle; die genaue, vom Eisenbahnbetreiber bestätigte Zahl beträgt 593 Personen.

Kontext: eine Serie von Angriffen auf die Eisenbahninfrastruktur

Der Vorfall vom 23. August reiht sich in eine Serie von Angriffen auf die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine ein. In der Nacht vom 22. auf den 23. August trafen russische Truppen ein Eisenbahnunternehmen in Kiew mit einer ballistischen Rakete, wobei ein Mitarbeiter getötet wurde. Auch in derselben Nacht wurde ein Bahnhof in der Oblast Odessa von einem feindlichen Treffer getroffen. Damit wurde die Eisenbahninfrastruktur in zwei Regionen innerhalb von 24 Stunden gleichzeitig von Angriffen unterschiedlicher Art heimgesucht – von ballistischen Raketen gegen industrielle Objekte bis hin zu Strahl-Drohnen gegen das Rollmaterial.