In der Nacht zum 9. August 2026 feierte der ukrainische Boxer Taras Scheljestjuk einen triumphalen Rückkehr in die Weltelite des Boxsports. In Ecuador, auf einer Arena, auf der sein Gegner ein echter lokaler Star war, sicherte sich der 40-jährige Ukrainer den Sieg im Kampf um den WBO International-Gürtel. Dieses Ereignis war nicht nur ein weiterer Erfolg in seiner Karriere, sondern ein historischer Moment: Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt trägt Scheljestjuk wieder den Status eines Champions. In einem Interview mit dem Verlag Sport RBC.UA enthüllte der Athlet Details zur Vorbereitung, seine Zukunftspläne und ehrgeizige Ziele, einschließlich der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028.

Triumph in Ecuador: Sieg über einen unbequemen Gegner

Der Kampf gegen den ecuadorianischen Boxer Munios verlief in einer angespannten Atmosphäre. Der Gegner, der Polizist und Angehöriger einer SWAT-Einheit ist, genoss die enorme Unterstützung der lokalen Zuschauer, was für den Ukrainer zusätzliche psychologische Schwierigkeiten schuf. Doch Scheljestjuk, der über reiche Erfahrung im Kampf auf fremden Arenen verfügt, hielt dem Druck nicht nur stand, sondern nutzte ihn als Motivation. „Ich habe jede Sekunde dieses Kampfes kontrolliert und getan, was wir mit dem Team geplant hatten', gab der Boxer zu und merkte an, dass Munios ein unkonventioneller und unbequemer Gegner war, der die Umsetzung der Strategie des ukrainischen Lagers jedoch nicht verhindern konnte.

Rückkehr in die Top-10 und Ambitionen gegen Heaney

Die Eroberung des WBO International-Gürtels eröffnet Taras Scheljestjuk neue Horizonte. Dieser Titel soll den Boxer, so seine eigenen Worte, in die Top-10 des WBO-Rankings katapultieren. Das Hauptziel für die nahe Zukunft ist ein Kampf gegen den Amerikaner Devin Heaney. Scheljestjuk beabsichtigt, von der Organisation einen Pflichtkampf zu fordern, da er glaubt, dass seine aktuelle Form und Erfahrung es ihm ermöglichen, den Führern der Gewichtsklasse eine Herausforderung zu stellen. In der Liste der gewünschten Gegner werden auch Schwergewichte wie Garcia und Lopez erwähnt, was die Bereitschaft des Ukrainers für die schwierigsten Herausforderungen unterstreicht.

Das Paradoxon des Alters: 40 Jahre und beste Form

Für einen Profi-Boxer sind 40 Jahre ein Alter, in dem viele bereits ihre Karriere beenden. Scheljestjuk hingegen behauptet, sich in der besten Form seit Jahren zu befinden. Eine neuneinhalbjährige Pause nach dem Kampf im November 2025 ermöglichte ihm, sich auszuruhen und seine Technik zu verfeinern. „Mit 40 Jahren habe ich mehr Erfahrung, und das gibt mir noch mehr Kraft, Selbstvertrauen und Verständnis für den Boxsport', betonte der Sportler. Seine professionelle Bilanz bleibt makellos: 22 Siege und ein Unentschieden, ohne eine einzige Niederlage.

Der olympische Traum: Blick auf Los Angeles 2028

Der überraschendste und ehrgeizigste Punkt in Scheljestjuks Plänen ist der Wunsch, bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles anzutreten. Trotz seines Status als Profi-Champion und seines Alters verliert der Ukrainer nicht die Hoffnung, auf den olympischen Ring zurückzukehren, wo er bereits 2012 Bronze gewann. „Ich möchte noch einige Meistertitel gewinnen und 2028 die Olympischen Spiele in Los Angeles gewinnen', erklärte Taras und zeigte damit eine unglaubliche Zielstrebigkeit und Liebe zum Sport.