Die Situation mit der vierjährigen Sperre von Mychailo Mudryk, einem der vielversprechendsten Flügelspieler des ukrainischen Fußballs, wurde offiziell vom Präsidenten des Ukrainischen Fußballverbandes (UAF), Andrij Schewtschenko, kommentiert. In einem Interview mit dem YouTube-Kanal „Bombardir“ äußerte sich der UAF-Chef erstmals öffentlich zum Doping-Skandal, der die Fußballwelt erschüttert hat.
„Wir glauben an Mychailo“
Schewtschenko hat die Position der UAF klar definiert: Der Verband war nie Teil des Konflikts und unterstützt seinen Schützling uneingeschränkt. „Unsere Position bleibt unverändert – wir glauben an Mychailo und daran, dass er alles richtig gemacht hat. Wir warten auf seine Rückkehr“, betonte der UAF-Präsident.
Schewtschenko widmete besondere Aufmerksamkeit der Widerlegung von Gerüchten, die den Dopingtest mit der Nationalmannschaft in Verbindung brachten. Er wies die Version kategorisch zurück, dass das verbotene Substanz während des Aufenthalts im Lager der ukrainischen Nationalmannschaft zum Spieler gelangt sein könnte.
Rechtliche Unterstützung und Berufung
Die UAF bietet dem 25-jährigen Fußballer maximale rechtliche Unterstützung. Laut Schewtschenko stehen die Beamten in ständigem Kontakt mit Mudryks Anwälten und stellen alle notwendigen Informationen und Dokumente zur Verfügung.
„Wir waren bereit zu helfen und haben bei allen Anfragen der Juristen geholfen. Alle Informationen, die wir sammeln konnten, haben wir übermittelt und waren dabei stets im Dialog mit seinen Vertretern“, so der UAF-Chef.
Gegenwärtig hat Mychailo Berufung gegen die Entscheidung der Englischen Fußballvereinigung (FA) eingelegt. In Kürze wird das Internationale Sportgericht (CAS) in Lausanne den Fall verhandeln. Schewtschenko äußerte die Hoffnung, dass das Gericht eine gerechte Entscheidung treffen und die Dauer der Sperre verkürzen wird.
Chronologie des Skandals
Alles begann im Dezember 2024, als in Mudryks Dopingprobe „A“ Meldonium entdeckt wurde – ein Substanz, das die Ausdauer steigert und von der WADA verboten ist. Der positive Test wurde nach den Nations-League-Spielen im November 2024 erbracht, in denen die ukrainische Nationalmannschaft gegen Georgien (1:1) unentschieden spielte und Albanien (2:1) besiegte.
Die vorläufige Suspendierung dauerte bis zur Überprüfung der Probe „B“. Am 18. Juni 2025 erhob die FA offizielle Anschuldigungen, und im April 2026 wurde das Urteil verkündet: vier Jahre Sperre – die maximale Strafdauer. Unter Berücksichtigung der vorläufigen Suspendierung kann Mudryk bis Ende 2028 nicht spielen.
Kampf um Gerechtigkeit
Mudryk selbst lehnt die Anschuldigungen kategorisch ab. Er arbeitet mit der führenden Rechtsanwaltskanzlei Morgan Sports Law zusammen, die zuvor erfolgreich Paul Pogba verteidigte. Dem französischen Mittelfeldspieler gelang es, seine Sperre von vier Jahren auf 18 Monate zu verkürzen. Nun ruhen alle Hoffnungen des ukrainischen Fußballs auf einem ähnlichen Ausgang des Falls Mudryk.