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title: "Von „Das ist eine Ekeligkeit“ bis „Ich will eine Schokolade“: Wie es den Helden ukrainischer Memes erging"
description: "Styler hat die Helden ukrainischer Memes – von Iwan Martynow und Isaak Welitschko bis Witalij Tschepurko, Klitschko und Kim – zusammengetragen und herausgefunden, wie es nach ihrem viralen Ruhm mit ihnen erging."
date: 2026-08-26T14:08:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/schicksal-der-helden-ukrainischer-memes
tags: [ukrainian-memes, ivan-martynov, isaac-velichko, vitaliy-chepurnko, internet-culture, afu]
publisher: "XAB.info"
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# Von „Das ist eine Ekeligkeit“ bis „Ich will eine Schokolade“: Wie es den Helden ukrainischer Memes erging

![Helden ukrainischer Memes: der Junge mit der Grimasse „das ist eklig“ und der Mann in der Mütze „ich will Schokolade“ – wie sie sich im Laufe der Zeit verändert haben](https://xab.info/media/2026/08/26/sudba-geroev-ukrainskih-memov/sudba-geroev-ukrainskih-memov-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Iwan Martynow, der 2014 mit dem Satz „Das ist eine Ekeligkeit“ berühmt wurde, kämpfte in der 68. separaten Jägerbrigade der ukrainischen Armee und heiratete 2023.
- Witalij Tschepurko, bekannt für den Satz „naryetsya, jak wono horit“, wurde im Januar 2026 zur ukrainischen Armee einberufen und im Mai 2026 nach eigenmächtigem Verlassen der Einheit festgenommen.
- Isaak Welitschko, der „Junge aus dem Meme“ über die Schokolade, studierte an der Nationalen Universität Tschyhyryn; 2025 widerlegten ukrainische Medien den Fake von seinem Tod an der Front.
- Der Kiewer Bürgermeister Klitschko und der Beamte aus Mykolajiw, der seine Appelle mit „Dobroho wetschira, my z Ukrainy!“ begann, wurden selbst zum Teil der ukrainischen Meme-Kultur.

Noch vor der TikTok-Ära entstanden ukrainische Memes oft völlig zufällig: Dem einen reichte ein einziges emotionales Straßeninterview, dem anderen ein paar Sekunden im Fernsehen, und wieder ein anderer sagte einfach einen Satz, den dann das ganze Land nachplapperte. Ihre Gesichter und kurzen Videos verbreiteten sich in den sozialen Medien schneller als Nachrichten, und ihre Sprüche wurden Teil der Internetkultur. Das Projekt Styler (RBC-Ukraine) hat solche Helden zusammengetragen und herausgefunden, was nach ihrem wahnwitzigen Ruhm mit ihnen geschah: Einige versuchten, zu einem normalen Leben zurückzukehren, andere landeten schon wegen völlig anderer Ereignisse wieder im Nachrichtenfeld, und ihre alten Clips lebten weiter – getrennt von ihren Protagonisten.

### Vom Straßeninterview an die Front: Iwan Martynow

Iwan Martynow aus Riwne wurde bereits 2014 nach einem spontanen Straßeninterview bekannt. Den Zuschauern blieben seine emotionale Art und der Satz „Das ist eine Ekeligkeit“ im Gedächtnis, der den Mann schnell zum Helden des ukrainischen Internets machte. Damit war seine Geschichte jedoch nicht zu Ende: Nach Beginn der großangelegten Invasion kämpfte Martynow in der ukrainischen Armee – in der 68. separaten Jägerbrigade diente er als Oberstürmenschütze und Sanitäter. So wurde aus dem Menschen, den die Ukrainer vor allem aus dem Mem-Video kannten, ein Soldat. Laut Styler wurde 2023 bekannt, dass Martynow auch geheiratet hatte.

### „Naryetsya, jak wono horit“: Der Weg von Witalij Tschepurko

Witalij Tschepurko wurde durch ein Video von seiner Festnahme berühmt, in dem er mit extremer Gelassenheit von Bränden erzählte. Gerade seine Sprechweise und Sätze wie, es sei ihm „egal, wie es brennt“ (ukrainisch: „naryetsya, jak wono horit“), machten die Aufnahme viral. Jahre später tauchte Tschepurko aus einem anderen Grund wieder in den Nachrichten auf: Im Januar 2026 wurde berichtet, dass er zur ukrainischen Armee einberufen wurde und eine Ausbildung absolvierte. Doch diese Geschichte hat kein einfaches Ende – im Mai 2026 wurde bekannt, dass der Soldat nach eigenmächtigem Verlassen der Einheit festgenommen wurde, und laut ukrainischen Medien wurde ihm zudem öffentliche Drohung und Aufforderung zur Gewalt vorgeworfen. Meme-Ruhm bedeutet offenbar keineswegs, dass das weitere Leben eines Menschen so leicht und vorhersehbar ist wie in einem mehrminütigen Video.

### „Ich will eine Schokolade“: Isaak Welitschko

Isaak Welitschko wurde noch als Kind durch seine Teilnahme an der TV-Show „Kochana, my wbywajemo dijej“ (Liebste, wir töten Kinder) berühmt. Genau dort stammt sein emotionaler Ausruf über die Schokolade, der zu einem der bekanntesten ukrainischen Memes wurde. Doch Welitschko blieb nicht der „Junge aus dem Meme“: 2016 war er in „MasterChef Kinder“ zu sehen, befasste sich anschließend mit Robotik und studierte an der Nationalen Universität Tschyhyryn. 2025 entstand um ihn herum eine weitere große Affäre, verbunden mit der Verbreitung unzuverlässiger Informationen über sein Schicksal an der Front, die ukrainische Medien widerlegten.

### Widersprüchliche Angaben

Um Isaak Welitschko entstand 2025 eine Situation mit direkt gegensätzlichen Versionen. Auf der einen Seite verbreiteten russische Quellen die Information über einen angeblichen Tod Welitschkos an der Front. Auf der anderen Seite widerlegten ukrainische Medien diese Information und bestätigten, dass der Mensch lebt und sein weiteres Leben nicht mit Kampfhandlungen zu tun hat. So koexistierten im öffentlichen Raum zwei unvereinbare Versionen, und der Faktencheck ukrainischer Verlage wurde zur Grundlage, die Version vom Tod als unzuverlässig einzustufen. Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie ein Meme-Bild eines Menschen in von der Realität losgelösten Informationsmanipulationen verwendet werden kann.

### Beamte, die Teil der Meme-Kultur wurden: Klitschko und Kim

In der Auswahl nehmen jene einen besonderen Platz ein, die nie das Held eines einzigen zufälligen Videos waren. Die Sätze des Kiewer Bürgermeisters Witali Klitschko über heißes Wasser, den „morgenigen Tag“ und andere städtische Probleme haben sich so fest im ukrainischen Gemüt verankert, dass viele sie als eigenes Genre wahrnehmen; dabei arbeitet Klitschko weiterhin als Bürgermeister der Hauptstadt, und seine alten Zitate kehren von Zeit zu Zeit in den sozialen Medien als fertige Meme-Vorlagen zurück. Im Gegensatz zu vielen zufälligen Helden viraler Clips wurde er faktisch selbst zum Teil der ukrainischen Meme-Kultur. Eine ähnliche Geschichte hat der Beamte aus Mykolajiw, der bis zum 24. Februar 2022 vor allem in Mykolajiw und der Oblast bekannt war: Nach Beginn der großangelegten Invasion machten seine täglichen Appelle ihn zu einem der bekanntesten ukrainischen Beamten. Er begann sein Video-Appell mit den Worten „Dobroho wetschira, my z Ukrainy!“ (Guten Abend, wir kommen aus der Ukraine!), erklärte, er habe diese Phrase aus einem Lied übernommen, und in den ersten Kriegstagen grüßten sich damit einfach Soldaten, Strafverfolger und Einwohner der Oblast. Die Phrase wurde zu einem der Symbole des ukrainischen Widerstands, und populär gemacht wurde sie auch durch den vor einigen Jahren erschienenen gleichnamigen Track von PROBASS ∆ HARDI. Dank seiner ruhigen Sprechweise in den schwersten Momenten erhielt er im Netz den Ruf eines eigentümlichen „Beruhigers“, dessen Videos man erwartete, zitierte und in Memes verwandelte. In Erinnerung bleibt auch die Lehrerin Olcha Chodos aus Woltschansk, die im selben Stil ins öffentliche Feld trat und ihren Auftritt in der Show „Ukraina maje talent“ (Die Ukraine hat Talent) der zerstörten Stadt widmete.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Von „Chetkyj patsy“ bis „Ich will eine Schokolade“: Wie es den Helden ukrainischer Memes erging](https://styler.rbc.ua/ukr/people/vid-chotkogo-patsi-hochu-shokoladku-k-sklalasya-1787751087.html) - Единственный предоставленный первичный источник. Подтверждает биографии Мартынова, Чепурко, Величко, а также мемный статус Кличко и Кима. Детали по задержанию Чепурко и обвинениям переданы «по данным украинских СМИ», версия о гибели Величко — опровергнутый фейк, что учтено в разделе «Противоречивые данные».

## ❓ FAQ

### Q: Wer ist Iwan Martynow und was ist nach dem Meme mit ihm passiert?
**A:** Iwan Martynow aus Riwne wurde 2014 nach einem Straßeninterview mit dem Satz „Das ist eine Ekeligkeit“ berühmt. Nach Beginn der großangelegten Invasion kämpfte er in der 68. separaten Jägerbrigade der ukrainischen Armee als Oberstürmenschütze und Sanitäter, und 2023 heiratete er, laut Styler.

### Q: Was ist 2026 mit Witalij Tschepurko passiert?
**A:** Im Januar 2026 wurde berichtet, dass Tschepurko zur ukrainischen Armee einberufen wurde und eine Ausbildung absolvierte, und im Mai 2026 wurde er nach eigenmächtigem Verlassen der Einheit festgenommen; laut ukrainischen Medien wurde ihm zudem öffentliche Drohung und Aufforderung zur Gewalt vorgeworfen.

### Q: Ist es wahr, dass Isaak Welitschko an der Front gefallen ist?
**A:** Nein. 2025 verbreiteten russische Quellen einen Fake über einen angeblichen Tod Welitschkos an der Front, doch ukrainische Medien widerlegten diese Information. Welitschko, der mit seiner Bemerkung über die Schokolade berühmt wurde, studierte an der Nationalen Universität Tschyhyryn und befasste sich mit Robotik.