Die Lage an der Ostfront bleibt angespannt, insbesondere in der Oblast Charkiw. Russische Besatzer unternehmen aktive Versuche, ihre Kontrollzone auszuweiten, doch ukrainische Verteidiger halten ihre Positionen weiterhin selbstbewusst. Dies erklärte Viktor Tregubow, Sprecher der Gruppe der vereinten Streitkräfte, in einer Sendung des Telethons.

Sumy-Sektor: Durchbruchsversuche

Im Sektor Sumy versuchen russische Truppen, sich östlich der Stadt Sumy vorzudrängen. Trotz intensiver Bemühungen bleiben die Ortschaften unter der Kontrolle ukrainischer Streitkräfte. Tregubow betonte, dass die Anzahl der Gefechte in diesem Sektor mit allen anderen Sektoren zusammen verglichen werden kann.

Woltschansk und Süd-Slobodschan: Stabilität

Im Sektor Woltschansk und im Süd-Slobodschan-Sektor bleibt die Lage stabil. Russischen Truppen gelingt es weiterhin nicht, die Kontrolle über die Stadt zu erlangen. Trotz aktiver Durchbruchsversuche halten ukrainische Verteidiger den Angriff effektiv zurück.

Kupjansk-Sektor: Neuer Spannungspunkt

Der Kupjansk-Sektor bleibt der zweitintensivste. Hier versuchen russische Truppen, bis zur Stadt selbst vorzudringen, den ukrainischen Brückenkopf östlich des Flusses Oskil zu verkleinern und den Druck in Richtung Kasatscha Lopan vom Grenzort Granow aus zu verstärken. Tregubow nannte dies einen "relativ neuen Schwerpunkt für Bemühungen seitens Russlands".

Gesamtbild: Die Initiative liegt bei der Ukraine

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versuchten russische Truppen, auf 12 Achsen vorzustoßen, verloren jedoch fast überall die Initiative. Ein langsames Vorrücken des Gegners wird nur an zwei oder drei Abschnitten registriert, wo Russland eine enorme Menge an Personal und Technik konzentriert hat.

Taktik des Gegners: Sturmgruppen

Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, erklärte nach einer Reise in den Sektor Konstantyniwka, dass der Feind mit kleinen Sturmgruppen Druck ausübt, um Schwachstellen in der Verteidigung zu finden. Die Verteidigungskräfte verfolgen diese Aktionen jedoch und verursachen erhebliche Verluste.

Internationale Reaktion: Unterstützung für die Ukraine

Sogar der US-Präsident erklärte, dass die ukrainischen Streitkräfte an der Front "gute Arbeit leisten", trotz des erheblichen Überwuchses Russlands in Bezug auf Armeeumfang und Ressourcen. Eine ähnliche Erklärung gab auch das US-Außenministerium ab. Diese Äußerungen lösten Unmut im Kreml aus, der der Ansicht ist, dass Washington seinen Ansatz zum Krieg ändert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ukrainische Verteidiger trotz aktiver Versuche russischer Besatzer, ihre Kontrollzone auszuweiten, den Druck erfolgreich abwehren und unter schwierigen militärischen Bedingungen hohe Effizienz und Widerstandsfähigkeit demonstrieren.