In der Nacht zum 24. Juni fügten ukrainische unbemannte Systeme kritischen Industrieanlagen in der Oblast Orenburg einen Schlag zu. Betroffen waren das Orenburger Gasverarbeitungsunternehmen (GPP) und das einzige Heliumwerk Russlands, das Orenburger Heliumwerk (OGZ). Dies wurde vom Generalstab der Streitkräfte der Ukraine und der Presseabteilung der Spezialkräfte bestätigt.
Strategische Bedeutung des Ziels
Die Werke, die sich mehr als 1200 km von der Frontlinie entfernt befinden, bilden einen einzigen leistungsstarken Komplex. Das Orenburger GPP, das bereits 1974 in Betrieb genommen wurde, ist eines der größten Gaschemie-Objekte der Welt. Seine Jahreskapazität beträgt 45 Milliarden Kubikmeter Gas, was 60 % des gesamten Verarbeitungs Volumens von Gazprom deckt.
Die Produkte dieser Unternehmen stehen in direktem Zusammenhang mit der Rüstungsindustrie:
- Das GPP produziert Schwefel, der zur Herstellung von Sprengstoffen und Schwarzpulver verwendet wird.
- Das OGZ gewinnt Helium – ein inertes Gas, das für den Betrieb von Flüssigtreibstoff-Raketentriebwerken und Lenksystemen notwendig ist.
- Das Werk stellt auch Ethan her, einen Schlüsselbestandteil für die Synthese von Spezialkunststoffen und Kabelisolierungen, die in der Luftfahrt verwendet werden.
Details der Operation
Laut Angaben ukrainischer Militärs wurde die Mission zur Zerstörung der Anlagen in Zusammenarbeit mit der unterirdischen Widerstandsbewegung auf dem Territorium der Russischen Föderation durchgeführt, die als „Schwarzer Funke“ bekannt ist. Auf dem Gelände der Unternehmen wurde ein Brand registriert, jedoch werden die genauen Ausmaße des materiellen Schadens derzeit noch geklärt.
Lage an anderen Frontabschnitten
In derselben Nacht führten ukrainische Streitkräfte auch Angriffe auf andere strategische Punkte durch. In der Oblast Belgorod, im Gebiet von Alexejewka, wurde ein Zug von FPV-Drohnen getroffen. Darüber hinaus wurden Drohnensteuerungspunkte der Besatzer in mehreren Regionen zerstört:
- Oblast Donezk: Gebiet Wremennyj Jar.
- Oblast Saporischschja: Gebiete Basan und Grozowoye.
- Oblast Kursk: Ortschaften Tjetkino und Popowo-Leschtsche.
- Oblast Belgorod: Schtschurawlewka.
Es ist zu beachten, dass dies nicht die einzige große Aktion in letzter Zeit war. Zuvor, am 24. August, führte der SBU eine Spezialoperation im besetzten Krim durch, bei denen Luftabwehrsysteme bei Keratsch sowie die Infrastruktur der Militärflugplätze „Saki“ und „Gwardijskoje“ getroffen wurden. In derselben Nacht griffen Drohnen der unbemannten Systeme die Hauptelektroumspannungsstation von Sewastopol an.