In der Nacht zum 26. Juni wurde Krementschuk Ziel eines massiven Angriffs der russischen Streitkräfte. Die Stadt wurde mit unbemannten Fluggeräten und ballistischen Raketen beschossen. Hauptziel des Angriffs waren industrielle Objekte in der Region.
Chronik des nächtlichen Angriffs
Laut Informationen des Chefs der Militärverwaltung der Oblast Poltawa, Witalij Djakownitsch, die in seinem Telegram-Kanal veröffentlicht wurden, ereignete sich die feindliche Aggression nachts. Durch Treffer von Raketen und Drohnen auf die Infrastruktur der Stadt kam es zu einem teilweisen Stromausfall.
Die Lage in der Stadt wurde operativ unter Kontrolle gebracht. Spezialisten der Energieversorger begannen unverzüglich mit Wiederherstellungsarbeiten. Nach den neuesten Daten, die von der AO „Poltawaoblenergo“ bereitgestellt und von Djakownitsch bestätigt wurden, wurde die Stromversorgung in Krementschuk bereits wiederhergestellt.
Situation mit Verletzten
Trotz der Intensität des Angriffs und der Treffer auf Infrastrukturziele gibt es derzeit keine Berichte über Opfer oder Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Dies war das einzige positive Ergebnis dieser schwierigen Nacht für die Bewohner der Region.
Kontext: Systematischer Angriff auf die Industrie
Dieses Ereignis ist kein isolierter Vorfall. Krementschuk war bereits wiederholt Ziel russischer Angriffe. Insbesondere in der Nacht zum 14. Mai wurde die Stadt einem kombinierten Angriff ausgesetzt, bei dem Energieobjekte, Industriezonen, Lagerhäuser und sogar Wohngebiete beschädigt wurden.
Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal hatte zuvor festgestellt, dass Russland gezielt Raffinerien des Landes angreift und dabei Tausende von Raketen und Drohnen einsetzt. Nach seinen Angaben wurden allein auf die Raffinerie in Krementschuk während des Konflikts mehr als 60 Raketen und etwa 250 unbemannte Fluggeräte abgefeuert. Der aktuelle Angriff bestätigt, dass das industrielle Potenzial der Region weiterhin im Fokus des Gegners steht.