Es liegen Informationen über die Folgen eines nächtlichen Angriffs auf die nukleare Infrastruktur in der Sperrzone vor. Den Medien liegen erste Fotos des Gebäudes zur Annahme von Containern auf dem Gelände des Zentralen Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff (ZLAKB) vor, das durch den Treffer eines russischen Drohnenangriffs beschädigt wurde.

Ausmaß der Zerstörung

Aufnahmen, die im Telegram-Kanal der NAEK „Energoatom“ veröffentlicht wurden, zeigen erhebliche Schäden an der Baukonstruktion. Das Gebäude ist teilweise zerstört: Es sind Durchschüsse in den Wänden, eingestürzte Fassadenfragmente und Brandspuren zu sehen. Laut Quellen entstand durch den Treffer der Drohne ein Brand mit einer Fläche von etwa 40 Quadratmetern, der schnell gelöscht werden konnte.

Chronologie und Details des Vorfalls

Der Angriff erfolgte in der Nacht zum 7. Juni. Laut präzisierten Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine wurde der Schlag gegen 02:10 Uhr auf ein Objekt in der Nähe des Dorfes Buriawkowa in der Oblast Kiew ausgeführt. Der Ort befindet sich etwa 15 Kilometer von der Tschernobyl-Kernkraftwerke (TschNKS) entfernt.

Am Tatort wurden Trümmer einer Schlagdrohne vom Typ Shahed gefunden. Die russische Seite nutzte die Drohne, um das Verwaltungsgebäude des Lagers zu treffen.

Situation mit dem Kernbrennstoff

Trotz der schweren Gebäudeschäden versicherten Vertreter von „Energoatom“, dass zum Zeitpunkt des Angriffs im betroffenen Raum kein abgebrannter Kernbrennstoff gelagert wurde. Dies schloss die Gefahr einer sofortigen radioaktiven Freisetzung infolge des Vorfalls aus.

In der NAEK „Energoatom“ wurde darauf hingewiesen, dass solche Handlungen auf die Fortsetzung der Taktik des „Kern-Terrorismus“ durch Russland hindeuten. Das Unternehmen betonte, dass diese Bedrohungen der Sicherheit nicht nur die Ukraine, sondern ganz Europa betreffen.