In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli führten die ukrainischen Verteidigungskräfte eine großangelegte Operation zur Zerstörung kritischer Infrastruktur in Russland durch. Zu den Zielen gehörten die größten Raffinerien, Kraftstoffterminals und Militärobjekte auf dem Territorium Russlands und des annektierten Krim.
Ziel des Angriffs: Die Ölfabrik Omsk
Eines der Hauptziele war die Ölfabrik Omsk – das größte Unternehmen der Branche in Russland, das jährlich mehr als 22 Millionen Tonnen Öl verarbeitet. Die Produkte der Fabrik – Benzin, Diesel und Flugzeugkerosin – sind von entscheidender Bedeutung für die Versorgung der Militärfahrzeuge der russischen Armee.
Laut Berichten von RBK-Ukraine wurde der Angriff mit Drohnen durchgeführt. In sozialen Medien wurden Aufnahmen vom Tatort veröffentlicht, auf denen mehrere aktive Brandherde direkt auf dem Gelände des Industriekomplexes deutlich zu sehen sind. Augenzeugen berichten von einem großen Brand, was die Wirksamkeit des Schlages gegen die Produktionskapazitäten bestätigt.
Reaktion der Behörden und Zeugenaussagen
Der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, bestätigte den Drohnenangriff, betonte in seiner Erklärung jedoch ausschließlich die Aktivitäten der Flugabwehr. Nach seinen Angaben schlugen die Flugabwehrkräfte des russischen Verteidigungsministeriums feindliche UAVs über der Region ab, und die Folgen des Angriffs werden noch geklärt. Der Beamte rief die Einwohner auf, nur verifizierten Informationsquellen zu vertrauen.
Visuelle Daten aus offenen Quellen deuten jedoch darauf hin, dass die Schläge direkt auf das Fabrikgelände fielen. Auf in Telegram-Kanälen veröffentlichten Fotos und Videos sind Brände festgehalten, die wahrscheinlich durch das Einschlagen von Sprengköpfen in Tanks oder technische Einheiten entstanden sind.
Umfang der Operation auf dem gesamten Territorium Russlands
Der Angriff auf Omsk war Teil einer synchronisierten Operation des SBU und der Einheiten der unbemannten Systeme. An diesem Tag wurden auch andere strategische Objekte getroffen:
- Die Raffinerie Jaroslawl;
- Das Kraftstoffterminal im Dorf Wysotsk;
- Die Fabrik „NOVATEK-Ust-Luga“;
- Auf der Krim wurden der Flugplatz „Gwardieiskoje“ und der Flugabwehrraketensystem „Pantsir-S2“ getroffen.
Dies ist eine Fortsetzung der systematischen Arbeit zur Lahmlegung der logistischen und energetischen Lieferketten des Aggressors. Seit Anfang Juli haben die Einheiten der unbemannten Systeme bereits 37 Energieobjekte auf der Krim und den besetzten Gebieten des Donbass außer Gefecht gesetzt. Das letzte, 38. Objekt, das in der Nacht gegen den 6. Juli getroffen wurde, war das Umspannwerk „Simferopolskaja“, was zu einem Stromausfall in mehreren Städten der Halbinsel führte.