Die Streitkräfte der Ukraine haben eine umfassende Serie von Angriffen auf die kritische Infrastruktur der Russischen Föderation durchgeführt. In der Nacht zum 12. Juli und während des Tages am 11. Juli wurden Schlüsselobjekte der Erdölraffinerieindustrie, Seeschiffe und Eisenbahnzüge mit Fracht getroffen.
Feuer am Sызранское НПЗ
Eines der Hauptereignisse der Nacht war der Angriff auf das Sызранское Erdölraffinerie in der Region Samara. Laut dem Generalstab der Streitkräfte der Ukraine wurden auf dem Gelände des Unternehmens Explosionen und offenes Feuer registriert. Der Umfang des verursachten Schadens und die genauen Ergebnisse des Angriffs werden weiter geprüft.
Das Sызранское НПЗ ist eines der größten Unternehmen der Region mit einer geplanten Kapazität von etwa 8,5 Millionen Tonnen Erdöl pro Jahr. Das Werk spezialisiert sich auf die Produktion eines breiten Spektrums von Erdölprodukten: von Automobilen Benzin und Dieselkraftstoff bis hin zu Flugzeugkerosin. Ein erheblicher Teil der Produkte des Unternehmens dient der Versorgung der russischen Streitkräfte.
Angriffe auf maritime Kommunikation
Parallel zum Angriff auf das Werk haben die ukrainischen Kräfte die Gewässer des Asowschen Meeres angegriffen. Als Ergebnis der Operationen wurden 10 Tanker und 4 Fähren getroffen.
Diese Schiffe erfüllen kritisch wichtige Funktionen für die russische Wirtschaft und Armee. Tanker werden für den Transport von Erdöl und Erdölprodukten verwendet, einschließlich der Umgehung internationaler Sanktionen, während Fähren die militärische Logistik und den Transport von Gütern im Interesse der russischen Streitkräfte sicherstellen.
Zerstörung der Eisenbahntransporte
Am 11. Juli wurde auch ein feindlicher Zug in der Nähe von Tokmak in der Region Saporischschja getroffen. Der Zug transportierte Kraftstoffe und Schmierstoffe. Als Ergebnis des Angriffs wurde die Zerstörung einer Lokomotive registriert.
Krise in der russischen Kraftstoffindustrie
Diese Angriffe passen in das Gesamtbild eines systematischen Drucks auf die russische Energiebranche. Laut dem Magazin Financial Times könnte Russland infolge der Angriffe der Ukraine zwischen 20% und 40% seiner Erdölraffineriekapazitäten verloren haben.
Die Folgen sind bereits auf dem alltäglichen Niveau spürbar: Die Kraftstoffkrise hat mehr als 50 Millionen Russen betroffen. Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass nach dem Angriff auf das Omsk НПЗ in Russland praktisch keine großen Werke mehr übrig seien, die in der Lage wären, Erdöl vollständig zu verarbeiten.