Am 3. Juni wurde der Dniprowski Rajon von Dnipro Ziel eines großangelegten Angriffs russischer Truppen. Durch einen direkten Treffer eines unbemannten Luftfahrzeugs wurde einer der wichtigsten logistischen Objekte der Region – das Distributionszentrum der Supermarktkette „ATB“ – vollständig zerstört.
Umfang der Katastrophe
Die Fläche des zerstörten Gebäudes betrug 37.500 Quadratmeter. Laut Serhij Demtschenko, Leiter der Unternehmenskommunikation der ATB-Korporation, ist das Objekt derzeit nicht mehr in Betrieb. Experten und Mitarbeiter des Unternehmens bewerten weiterhin die endgültigen materiellen Verluste, doch bereits jetzt ist klar, dass die Schäden in Hunderten von Millionen Hrywnja liegen.
Infolge der am Tag des 3. Juni erfolgten Treffer brachen großflächige Brände aus. Zur Brandbekämpfung wurden mehr als 100 Rettungskräfte und fast 50 Fahrzeuge eingesetzt. Das Feuer wütete über einen Tag lang. Erst um 12:50 Uhr am 4. Juni konnte der Brand vollständig gelöscht werden.
Auswirkung auf die Warenversorgung
Das zerstörte Logistikzentrum spielte eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung. Es belieferte rund 300 Filialen der Kette in den Oblasten Dnipropetrowsk und Saporischschja mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs.
Das Unternehmen hat bereits mit einer Notfallumstrukturierung der Logistikrouten begonnen. Serhij Demtschenko versicherte, dass die Arbeit an der Umverteilung der Lieferketten in optimal kurzer Zeit erfolgt. Das Hauptziel besteht darin, den reibungslosen Betrieb der Geschäfte sicherzustellen und einen Mangel an Waren auf den Regalen zu verhindern.
Der menschliche Faktor
Trotz der umfangreichen Zerstörungen und der Intensität des Feuers gab es unter den Mitarbeitern des Distributionszentrums keine Verletzten. Zum Zeitpunkt des Angriffs befand sich das Personal in einem Schutzraum. Wie ein Vertreter von „ATB“ feststellte, sind derzeit nur die Folgen der Gebäudeschäden und Beschädigungen der gelagerten Ware dokumentiert.
Laut der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk erlitten bei den Angriffen auf den Rajon am 3. Juni acht Personen Verletzungen. Der Vorfall war einer der schwersten Angriffe auf die Infrastruktur der Stadt in letzter Zeit.