In Kiew ist ein massiver Vorfall passiert, der einen schweren Schlag gegen die humanitäre Infrastruktur der Hauptstadt bedeutet. Infolge eines massiven Angriffs russischer Truppen wurde ein angemietetes Lager des Ukrainischen Roten Kreuzes vollständig zerstört. Laut Angaben der Organisation brannten wichtige Vorräte ab, die für die Notfallreaktion auf Katastrophen unerlässlich waren.

Verlust wichtiger Vorräte

Wie auf der offiziellen Facebook-Seite des Ukrainischen Roten Kreuzes veröffentlicht, war das zerstörte Objekt eines der wichtigsten logistischen Zentren. Von hier aus wurde die Bevölkerung im Rahmen verschiedener humanitärer Projekte unterstützt. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich auf dem Gelände Güter, die der Hilfe für Hunderttausende Menschen aus den verwundbarsten Gruppen dienten.

Die Verluste waren enorm: Mehr als 320.000 Einheiten wichtiger Güter und Ausrüstung wurden vernichtet. Darüber hinaus wurde ein Lastwagen, der direkt mit der Verteilung humanitärer Hilfe befasst war, beschädigt. Der Gesamtwert der verlorenen Ressourcen übersteigt 79 Millionen Hrywnja.

Schlag gegen das Hilfssystem

Vertreter der Organisation betonen, dass die Folgen des Vorfalls weit über den materiellen Schaden hinausgehen. „Die Zerstörung des Lagers hat einen Schlag gegen die humanitäre Infrastruktur bedeutet, von deren Arbeit die rechtzeitige Hilfe für Tausende von Menschen abhängt, die durch den Krieg gelitten haben“, so das Ukrainische Rote Kreuz. Die Zerstörung des logistischen Zentrums gefährdet die operative Lieferung von Hilfe an diejenigen, die sie am dringendsten benötigen.

Kontext des Angriffs auf die Hauptstadt

Die Zerstörung des Lagers erfolgte im Rahmen eines der größten kombinierten Angriffe auf die Ukraine, den russische Truppen in der Nacht zum 2. Juli verübten. Während des Angriffs wurden 570 Luftangriffsmittel eingesetzt: 74 Raketen und 496 Drohnen. Das Hauptziel war Kiew, wo die Luftabwehr 524 Ziele abschoss.

Trotz der Arbeit der Luftabwehr wurden in der Hauptstadt Schäden an mehr als 30 Orten registriert. Mehr als 20 Menschen starben, die Zahl der Verletzten erreichte 100, darunter auch Kinder. Die schwersten Folgen wurden im Stadtteil Darnyzyja registriert, wo ein Wohnhaus einstürzte. Aufgrund der tragischen Ereignisse wurde am 3. Juli in Kiew ein Tag des Trauers ausgerufen.