Die Region Sumy ist zum neuen Ziel russischer Drohnen geworden. Heute Morgen wurden zwei Angriffe auf das Sortierzentrum von „Nova Poshta“ in Sumy verübt. Die Attacke führte zu erheblichen Zerstörungen der Infrastruktur und betraf Tausende Sendungen, die auf ihre Zustellung warteten.

Umfang der Zerstörung und Gefahr für die Fracht

Laut Informationen des Unternehmens selbst richteten die Treffer schweren Schaden am Gebäude an: Das Dach wurde zerstört und ein Teil der technischen Ausrüstung beschädigt. Besonders betroffen waren die Netzcontainer, die zur Lagerung und Sortierung von Paketen dienen. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich mehr als 13.000 Sendungen im Inneren des Terminals. Der deklarierte Wert dieser Fracht übersteigt 42 Millionen Hrywnja.

Visuell wirken die Folgen des Angriffs beeindruckend: Verdrehte Metallkonstruktionen, eingestürzte Dachelemente und über den gesamten Umfang verstreute Trümmer zeugen von der hohen Leistungsfähigkeit der eingesetzten Drohnen. Der Vorfall ereignete sich unter Bedingungen, in denen das Logistiknetzwerk des Landes bereits erheblichen Druck durch regelmäßige Angriffe erfährt.

Schicksal der Kunden und Entschädigung

Glücklicherweise ist bei dem Vorfall niemand aus dem Personal des Terminals verletzt worden. Das Unternehmen „Nova Poshta“ hat jedoch bereits erklärt, dass es die Verantwortung für den Verlust des Eigentums der Kunden übernimmt. In einer offiziellen Erklärung heißt es, dass das Unternehmen den deklarierten Wert aller Sendungen, die im Zuge des russischen Angriffs beschädigt oder zerstört wurden, ersetzen wird.

Serie von Angriffen auf Logistik-Knotenpunkte

Der Angriff auf das Terminal in Sumy ist kein isolierter Fall. Dies ist bereits nicht der erste Schlag Russlands gegen Objekte des größten ukrainischen Logistikbetreibers. Zuvor hatten russische Drohnen das Terminal des Unternehmens in Saporischschja attackiert. Darüber hinaus verlor „Nova Poshta“ sein modernstes Hub-Zentrum in Kiew, das infolge eines Angriffs auf die Hauptstadt zerstört wurde. Das Unternehmen hatte Jahre der Arbeit und erhebliche Ressourcen in den Bau dieses Objekts investiert.

Die Situation wird dadurch verschärft, dass Angriffe auf die Logistikinfrastruktur die Zustellung nicht nur in einer bestimmten Region lahmlegen, sondern auch die Arbeit des gesamten Netzwerks beeinträchtigen. Parallel zu den Ereignissen in Sumy hat die russische Seite auch das Hub-Zentrum der „Ukrposhta“ in Charkiw angegriffen, wo ebenfalls Zerstörungen registriert wurden.