In der Nacht zum 25. August wurde infolge eines russischen Angriffs das Hauptlogistikzentrum von INTERTOP Ukraine – einer der wichtigsten Knotenpunkte für die Warenverteilung im Land – vollständig zerstört. Das Ziel war das hochmoderne Lager von DENKA LOGISTICS, das seit 2009 als zentraler Hub der MTI Group fungierte und täglich Zehntausende von Bestellungen in ganz Ukraine versorgte.
Vollständiger Verlust der Infrastruktur
Laut Angaben des Unternehmens wurden durch den Treffer nicht nur die Warenbestände vernichtet, sondern auch ein erheblicher Teil der logistischen Infrastruktur, einschließlich Ausrüstung und Lagerungssysteme. Dies gefährdet den Betrieb eines ganzen Netzwerks von Geschäften und Online-Diensten, die von diesem Hub abhängig sind.
Trotz des Ausmaßes der Zerstörungen gab es unter den Lagermitarbeitern keine Toten oder Verletzten – alle konnten sich vor Beginn des Angriffs evakuieren.
Neuausrichtung der Logistik und Unterstützung der Kunden
Vertreter von INTERTOP Ukraine haben bereits mit der Schadensbewertung begonnen und restrukturieren die logistischen Abläufe, um die Auswirkungen auf die Kunden zu minimieren. „Wir tun unser Möglichstes, damit Sie diesen Ausfall so wenig wie möglich spüren. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Der Feind wird niemals unsere Fähigkeit zerstören, zu arbeiten, uns zu vereinen und uns wieder aufzubauen', so die Aussage des Unternehmens.
Zudem bedankte sich INTERTOP bei den Rettungskräften des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS), den Verteidigungskräften der Ukraine sowie bei Kunden und Partnern für die Unterstützung und das Vertrauen in dieser schwierigen Zeit.
Neue Tendenz: Angriffe auf Unternehmen
Der Angriff auf das INTERTOP-Lager ist kein Einzelfall. In jüngster Zeit wählen russische Streitkräfte zunehmend logistische und Handelsobjekte des ukrainischen Geschäftslebens als Ziele. So griffen Drohnen Anfang August zweimal das größte Lager von ROZETKA in Brovary an, und am Vortag meldete die Firma Millennium die Zerstörung eines Lagerkomplexes für Schokolade in Dnipro.
Diese Angriffe zeigen einen strategischen Wandel: Anstatt rein militärischer Ziele richtet sich der Gegner zunehmend gegen die wirtschaftliche Infrastruktur, mit dem Ziel, den Alltag der Bevölkerung zu lähmen und die Widerstandsfähigkeit des ukrainischen Marktes zu untergraben.