In der Nacht zum 5. August wurde die ukrainische Hauptstadt einem massiven Raketenangriff ausgesetzt. Ein Hauptziel der Attacke war ein Logistik-Hub des größten Kurierdienstes des Landes. Infolge des Treffers auf das Sortierzentrum von „Nova Poshta“ in Kiew starben drei Menschen, acht weitere wurden verletzt.
Verlauf der Tragödie und Einsatz verbotener Waffen
Laut der Pressestelle des Unternehmens setzte die russische Seite Streubomben ein und griff damit ein ziviles Objekt an. Vertreter von „Nova Poshta“ bezeichneten diese Handlungen als Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung. Fotos vom Tatort zeigen das Ausmaß der Zerstörung: Das Gebäude des Sortierzentrums ist teilweise eingestürzt, auf dem Gelände sind Brandspuren und die Arbeit der Rettungskräfte zu erkennen.
Tote und Verletzte
Zu den Toten gehören zwei Fahrer eines Partner-Transporteurs und ein Mitarbeiter eines Auftragnehmers. Acht Personen erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Derzeit bewerten Experten das volle Ausmaß des Schadens an der Infrastruktur des Unternehmens.
Folgen für Kunden und den Service
Trotz der kritischen Beschädigung eines der wichtigsten Logistik-Knotenpunkte hat das Unternehmen beschlossen, Kunden den Wert beschädigter Sendungen vollständig zu erstatten. „Trotz dieses weiteren Angriffs arbeitet „Nova Poshta“ weiterhin im gesamten Ukraine“, betonte die Pressestelle.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass im Laufe des umfassenden Krieges ein widerstandsfähiges operatives System aufgebaut wurde, das einen kontinuierlichen Betrieb auch unter extremen Bedingungen ermöglicht. Die Operationen in anderen Regionen laufen weiter, und die Logistikketten werden neu justiert, um Störungen zu minimieren.
Gesamtbild des Angriffs auf Kiew
Die Zerstörung des Sortierzentrums war Teil einer umfassenden Welle von Angriffen auf die Hauptstadt. In der Nacht zum 5. August wurden mit Raketen und Drohnen mehr als sieben Standorte in den Stadtteilen Holosijiw, Obolon, Desnjanka und Swjatoschyn getroffen.
Neben dem Logistik-Hub wurden Wohnviertel und Lagerhallen beschädigt. Im Stadtteil Holosijiw wurde ein Ammoniakaustritt registriert, der später eingedämmt werden konnte. Nach vorläufigen Angaben starb infolge des nächtlichen Angriffs in der Stadt eine Person, mehr als 20 erlitten Verletzungen.