Im Internet sind Aufgetaucht, die die Folgen eines massiven Angriffs der ukrainischen Drohnenkräfte auf Objekte der russischen Ostsee-Flotte zeigen. Ziel des Angriffs war die moderne Korvette „Boiki', die zum Zeitpunkt des Vorfalls im Trockendock Welechtschinski in Kronstadt lag.

Langstrecken-Einsatz: Schlag aus 1100 Kilometern

Der Angriff wurde am 3. Juni 2026 durchgeführt. Bediener des 1. separaten Zentrums der Drohnenkräfte griffen das Schiff an, das sich in Sankt Petersburg befand. Die Entfernung von der ukrainischen Grenze bis zum Angriffsort betrug etwa 1100 Kilometer. Dieses Ereignis ereignete sich im Rahmen einer großangelegten Operation, bei der die ukrainischen Verteidigungskräfte Militärobjekte in der Oblast Leningrad, einschließlich des Hafens Kronstadt, anlässlich der Eröffnung des St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsgipfels angriffen.

Satellitenbilder bestätigten die Treffer der Drohnen. In den veröffentlichten Videos ist der Zustand des Schiffes nach dem Treffer deutlich zu erkennen: Das Schiff erlitt Schäden an der linken Bordseite. Russische Dienste versuchten, das Feuer mit Löschschläuchen zu bekämpfen.

Ziel des Angriffs: Korvette der Projekt 20380

„Boiki' ist ein Kriegsschiff der Projekt 20380, das 2011 gebaut und 2013 in Dienst gestellt wurde. Es gehört zur 128. Brigade der Oberflächenschiffe der Ostsee-Flotte und ist ein Träger von gelenkten Raketensystemen. Zum Zeitpunkt des Angriffs befand sich das Schiff seit Februar 2026 im Trockendock zur geplanten Reparatur.

Laut Informationen der Drohnenkräfte nutzten die russischen Streitkräfte die „Boiki' aktiv für Operationen in der Nähe der Grenzen von NATO-Ländern. Darüber hinaus erfüllte die Korvette Aufgaben zur Begleitung von Tankern des sogenannten „Schatten-Ölflottas' Russlands.

Folgen für die russische Flotte

Die Zerstörung der Korvette während ihrer Liegezeit im Trockendock demonstriert die Fähigkeit der ukrainischen Kräfte, präzise Schläge aus großer Entfernung zu führen. Der Vorfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe der Festungsstadt, was den Umfang der Operation unterstreicht, die vom Generalstab der ukrainischen Streitkräfte und der Führung der Drohnenkräfte durchgeführt wurde. Der Angriff betraf nicht nur das Schiff selbst, sondern auch die Hafeninfrastruktur der Besatzer.