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title: "Schlag gegen NORSI: Stilllegung des viertgrößten russischen Raffineriebetriebs und steigende Kraftstoffpreise"
description: "Die große Raffinerie NORSI in der Region Nischni Nowgorod wurde nach einem Drohnenangriff stillgelegt: Eine Anlage mit einer Kapazität von 12.000 Tonnen pro Tag wurde beschädigt, es gibt Tote. Die Börse hat den Handel mit Kraftstoff des Werks ausgesetzt, und die Benzinpreise in Russland erreichen Rekordwerte. 🚨🛢️"
date: 2026-06-25T20:08:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/schlag-gegen-norsi-stilllegung-der-raffinerie-und-steigende-kraftstoffpreise
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publisher: "XAB.info"
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# Schlag gegen NORSI: Stilllegung des viertgrößten russischen Raffineriebetriebs und steigende Kraftstoffpreise

![Feuerwehrleute löschen ein brennendes NORSI-Ölraffinerie nach einem Angriff, was zur Produktionsstilllegung und Treibstoffpreissteigerung führte](https://xab.info/media/2026/06/25/udar-po-norsy-ostanovka-npz-i-rost-cen-na-toplivo/udar-po-norsy-ostanovka-npz-i-rost-cen-na-toplivo-1.webp)

In der Region Nischni Nowgorod ist ein Vorfall geschehen, der einen schweren Schlag für die russische Erdölverarbeitungsbranche darstellt. Eine der größten Raffinerien des Landes – NORSI – musste ihren Betrieb nach einem Angriff eines ukrainischen Drohnen einstellen. Der Vorfall betraf wichtige Produktionskapazitäten, was sich bereits auf den Energiemarkt ausgewirkt hat.

### Umfang der Schäden und Produktionsausfall

Laut Brancheninsidern wurde durch den Treffer auf dem Gelände des Unternehmens die Primärverarbeitungsanlage CDU-5 beschädigt. Dies ist ein kritisch wichtiger Knotenpunkt mit einer Kapazität von 12.000 Tonnen pro Tag. Der Ausfall dieser Anlage bedeutet eine Verringerung der Gesamtproduktivität des Werkes um etwa ein Viertel.

Trotz der Schwere der Schäden betonen Quellen, dass das Werk vorübergehende Kapazitäten und andere Aggregate nutzen könnte, um die Erdölverarbeitung in naher Zukunft wieder aufzunehmen. Allerdings kann selbst eine kurzfristige vollständige Stilllegung eine Kettenreaktion in der Logistik und der Kraftstoffversorgung auslösen.

### Menschliche Opfer und Reaktion der Behörden

Der Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, bestätigte den Angriff in seinem Telegram-Kanal. Demnach wurde eine Industrieanlage durch Trümmerteile einer Drohne beschädigt. Die Tragödie forderte zwei Todesopfer. In seiner Mitteilung präzisierte der Regionalleiter den Namen des Unternehmens nicht, doch Quellen verbinden den Vorfall mit der Raffinerie NORSI in der Nähe der Stadt Kstowo.

### Marktfolgen: Handelsaussetzung und Engpässe

Die wirtschaftlichen Folgen des Anschlags zeigten sich sofort. Die Internationale Warenbörse Sankt Petersburg (SPBMTCB) sah sich gezwungen, den Verkauf von Dieselkraftstoff und Benzin, die in der NORSI produziert wurden, auszusetzen. Diese Entscheidung war eine Reaktion auf den plötzlichen Rückgang des Angebots auf dem Markt.

Das Werk, das im Besitz von „Lukoil“ ist, stellt einen strategisch wichtigen Vermögenswert dar. Es verarbeitet jährlich etwa 15 Millionen Tonnen Rohöl und produziert:

    - Etwa 5 Millionen Tonnen Benzin;

    - Mehr als 5 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff;

    - 2 Millionen Tonnen Heizöl;

    - Etwa 500.000 Tonnen Bitumen.

Das Unternehmen „Lukoil“ kommentiert die Situation derzeit nicht und lässt den Markt auf offizielle Erklärungen warten.

### Kontext: Eskalation und Preisanstieg

Der Angriff auf NORSI fügt sich in das Gesamtbild der Verschärfung des Konflikts um die russische Energieinfrastruktur ein. Kiew erklärt, dass Angriffe auf solche Objekte darauf abzielen, die finanzielle Basis des Krieges zu schwächen und den Konflikt den russischen Bürgern näherzubringen. Der Kreml hingegen besteht darauf, dass solche Aktionen darauf abzielen, die Gesellschaft zu spalten.

Systematische Angriffe auf Erdölraffinerien zeigen bereits spürbare Wirkung. In der vergangenen Woche sind die Benzinpreise in Russland auf Rekordwerte für das Jahr 2024 gestiegen. Der Mangel an Kraftstoff auf dem Inlandsmarkt zwingt Moskau, nach alternativen Quellen zu suchen: Die Regierung hat sich bereits an Kasachstan mit der Bitte um die Lieferung von 50.000 Tonnen Benzin zur Stabilisierung der Situation gewandt.