Katastrophe in der Logistik: Zerstörung eines Schlüsselknotens der Lieferung
In der Nacht zum 15. Juni wurde infolge eines massiven kombinierten Angriffs auf die Oblast Kiew und die Hauptstadt eines der Schlüsselobjekte der ukrainischen Logistikinfrastruktur zerstört. Ziel des Angriffs war das größte und modernste Sortierterminal des Unternehmens „Nova Poshta' in Kiew.
Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf den operativen Direktor des Unternehmens, Jewhen Tafijtschuk, berichtet, wurde das Objekt vollständig zerstört. Das Terminal, das Opfer des Angriffs wurde, hatte strategische Bedeutung für die Branche: Es war die erste Anlage in der Ukraine, die mit hochmodernem automatischem Sortiergerät für Pakete der niederländischen Firma Vanderlande ausgestattet war. Der niederländische Auftragnehmer gilt als Weltmarktführer in der Automatisierung logistischer Prozesse.
Jahre der Arbeit und Investitionen in Asche
Das Ausmaß des Verlusts für das Unternehmen ist kaum zu überschätzen. In seiner Mitteilung betonte Tafijtschuk, dass in die Errichtung dieses Terminals nicht nur erhebliche finanzielle Mittel, sondern auch jahrelange Anstrengungen von Tausenden von Mitarbeitern geflossen waren. Fotos, die in sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen die Folgen des Angriffs: eingestürzte Konstruktionen, verkohlte Überreste von Ausrüstung und rauchende Trümmer, in denen noch vor kurzem ein hochtechnologisches System zur Frachtverarbeitung funktionierte.
Trotz des Ausmaßes der Zerstörung meldet das Unternehmen eine wichtige Tatsache: Alle Mitarbeiter des Terminals sind in Sicherheit. Um Störungen im Kurierdienstnetz zu minimieren, wurden bereits Reserve-Lieferungsschemata aktiviert, die darauf abzielen, den Fortbestand des Dienstes unter Force-Majeure-Bedingungen sicherzustellen.
Ergebnisse des nächtlichen Angriffs: Opfer und Zerstörungen
Der Schlag gegen den Logistik-Hub war Teil einer breiteren Angriffswelle in der Nacht zum 15. Juni. Infolge der Beschussaktionen in der Oblast Kiew wurden drei Personen verletzt, darunter ein Jugendlicher. Vorfälle wurden in den Rajons Boryspil, Browary und Fastiw registriert.
Auch die Hauptstadt erlitt einen Treffer. In Kiew wurden historische und kulturelle Objekte beschädigt, darunter die Kiewer Höhlenkloster und die Dovzhenko-Filmstudie. Laut ukrainischen Medien starben bei dem Angriff auf die Stadt vier Menschen, mehr als 20 wurden verletzt.
Besonders schwerer Schaden wurde der Dovzhenko-Filmstudie zugefügt. Durch einen direkten Treffer wurde die Kostümwerkstatt vollständig zerstört. Die Verluste werden auf Hunderttausende Einheiten geschätzt: Etwa 100.000 Kostüme und drei Millionen Kleidungsstücke, die auf dem Lager gelagert waren, brannten ab.