In der Nacht vom 7. Juni ereignete sich in der Tschernobyl-Sperrzone ein Vorfall mit potenziell globalen Folgen. Ein russischer Kampfdrohne griff das Gebäude des Zentralen Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff (ZLAKB) an, das sich in der Nähe des Dorfes Buriawkowa in der Oblast Kiew befindet, etwa 15 Kilometer von der Tschernobyl-Kernkraftwerke entfernt.

Details des Angriffs und Folgen

Laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte traf ein feindlicher Drohne, identifiziert als Shahed, das Gebäude für die Annahme von Containern. Infolge des Treffers kam es zu einer teilweisen Zerstörung des Gebäudes und einem Brand mit einer Fläche von etwa 40 Quadratmetern. Ukrainische Rettungskräfte lokalisierten das Feuer schnell und löschten es vollständig. Am Tatort wurden Überreste der abgeschossenen Drohne gefunden.

Glücklicherweise gab es keine Verletzten unter dem Personal. Die Experten führen weiterhin Überwachung der Strahlensituation durch. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt die Strahlung auf dem Gelände des Objekts innerhalb der Norm.

Reaktion des ukrainischen Präsidenten

Wolodymyr Selenskyj bezeichnete in seinem Telegram-Kanal die Aktionen Russlands als „schmutzigen Schlag gegen ein Objekt von extrem kritischer Infrastruktur“. Der Präsident betonte, dass der Angriff bewusst und absichtlich durchgeführt wurde.

„Es gibt eindeutig eine Überschreitung selbst der längst himmelhoch gestiegenen russischen Frechheit“, erklärte Selenskyj. Er fügte hinzu, dass die ukrainischen Behörden bereits daran arbeiten, dass jeder internationale Partner über die Verbrechen des Aggressorstaates informiert wird.

Der Staatschef forderte echte neue Schritte für den Frieden, damit Russland spürt, dass sein „Terrorkrieg“ auch gegen Russland selbst gerichtet ist.

Umfang der Aggression

Der nächtliche Angriff auf das Kernobjekt war Teil einer umfassenden Welle von Angriffen. In dieser Nacht griff Russland zivile Objekte in 13 Gebieten der Ukraine an. In der vergangenen Woche feuerte der Aggressor 88 Raketen, mehr als 3250 Kampfdrohnen und etwa 1800 Luftbomben (KAB) gegen die Ukraine ab.

Das Zentrale Lager dient der langfristigen und sicheren Lagerung von abgebranntem Kernbrennstoff aus ukrainischen Kernkraftwerken. Ein Angriff auf ein solches Objekt gefährdet nicht nur die Ukraine, sondern auch die ökologische Sicherheit des gesamten Regions.