In der Nacht zum 9. Juli führten die Streitkräfte der Ukraine eine großangelegte Operation durch, die darauf abzielte, das militärisch-wirtschaftliche Potenzial der russischen Armee zu untergraben. Laut dem Generalstab der Ukraine fügten ukrainische Einheiten synchronisierte Schläge gegen wichtige logistische Knotenpunkte aus, die die Truppen des Aggressors mit Treibstoff und Munition versorgen.
Angriff auf die Flotte im Asowschen Meer
Besonderes Augenmerk wurde auf die Gewässer des Asowschen Meeres gelegt, wo Drohnen mehrere Schiffe der russischen Flotte angriffen. Es handelt sich um Tanker, die eine Doppelfunktion erfüllen: Sie versorgen die russische Armee mit Kraftstoffen und Schmierstoffen und transportieren gleichzeitig Öl unter Umgehung internationaler Sanktionen.
Experten betonen, dass der Export von Kohlenwasserstoffen eine der Hauptquellen zur Finanzierung der Militäroperationen ist. Die bei dem Angriff erlittenen Schäden an den Schiffen könnten diese Lieferketten erheblich stören. Derzeit klären Spezialisten das Ausmaß der den Schiffen zugefügten Schäden ab.
Feuer am Öltankterminal 'Jug Russi'
Ein schwerer Schlag traf die Infrastruktur in der Region Rostow. Am Öltankterminal 'Jug Russi' in Bataysk brach ein Großbrand aus. Diese Anlage spielt eine kritische Rolle in der Logistik: Über sie werden Mineralölprodukte für den Export umgeschlagen, und die russische Truppengruppe im Süden wird mit Treibstoff versorgt.
Die durch den Verkauf von Treibstoff über dieses Terminal erzielten Einnahmen fließen direkt in die Finanzierung des Krieges. Der Angriff auf 'Jug Russi' versetzt einen doppelten Schlag – sowohl gegen die militärische Logistik als auch gegen die wirtschaftliche Basis des Konflikts.
Schläge gegen Lagerhäuser und Ziele in weiter Entfernung
Im Rahmen der Nachtoperation wurde auch ein Munitionslager in der Nähe von Sorokino in der Region Luhansk getroffen. Dies beraubt den Gegner der Reserven für weitere offensive Operationen.
Wolodymyr Selenskyj bestätigte zuvor erfolgreiche Schläge gegen andere strategische Objekte auf dem Territorium der RF. Zu den getroffenen Zielen gehörten zwei Ölbasen in den Regionen Twer und Stawropol sowie eine Ölpumpstation in Ufa. Alle diese Objekte befinden sich in beträchtlicher Entfernung von der Grenze – zwischen 500 und 1500 Kilometern.
Zusätzliche Vorfälle in der Taganrog-Bucht
Parallel zu den Hauptschlägen griffen unbemannte Fluggeräte zwei weitere russische Tanker in der Taganrog-Bucht an. An Bord der Schiffe brachen Großbrände aus. Die Besatzungen wurden notfallmäßig evakuiert, doch einer der Tanker brannte weiter und stellte eine ernsthafte ökologische Bedrohung für das Gewässer dar.