Die ukrainischen Streitkräfte haben eine großangelegte Operation durchgeführt und strategisch wichtige Objekte auf dem Gebiet der besetzten Krim sowie in der Nähe der Krimbrücke getroffen. Die Angriffe zielten darauf ab, die Lieferketten des Gegners zu zerstören und seine Luftabwehrsysteme zu schwächen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Informationen über die Operation in seinem Telegram-Kanal. Nach seinen Worten waren die Schläge eine direkte Antwort auf russische Angriffe gegen die Zivilbevölkerung. An der Durchführung der Spezialoperation waren Einheiten des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU), der Drohneneinheiten, des Hauptnachrichtendienstes (HUR) und der Spezialkräfte beteiligt.
Ziele des Angriffs: von Keratsch bis Krasnodar
Der Präsident betonte, dass die Ziele in einer Entfernung von etwa 300 km von der Frontlinie getroffen wurden. Die Schläge trafen beide Seiten der Krimbrücke und beeinträchtigten die maritime Logistik für den Öltransport in der Region Krasnodar sowie eine Ölbasis in Keratsch.
Laut Selenskyj wurden folgende Ziele getroffen:
- Objekte der militärischen Logistik des Gegners;
- Vier Radaranlagen, die Teil der Flugabwehrraketensysteme S-400 sind;
- Zwei „Pantsir“-Systeme.
„Russland versteht nur die Stärke, und unsere Fernkampfkraft arbeitet definitiv für den Frieden“, fasste der Staatsoberhaupt zusammen.
Details vom Generalstab
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte präzisierte die Ergebnisse des nächtlichen Angriffs in der Nacht zum 21. Juni. Der Öltankterminal „TES-Terminal-1“ in Keratsch wurde getroffen, wo ein Brand festgestellt wurde. Die Militärs betonten, dass dieser Terminal eines der wichtigsten Zentren für den Umschlag und die Lagerung von Kraftstoffen und Schmierstoffen ist, die die russische Besatzungsgruppe versorgen.
Auch der Hafen „Kawkas“ in der Region Krasnodar in Russland wurde getroffen. Auf dem Hafengelände brach ein Feuer aus. Nach Angaben der Militärs dient dieser Hafen als wichtiger logistischer Knotenpunkt, der die Seeverbindung zwischen der Krim und der Region Krasnodar aufrechterhält, und wird auch zur Versorgung der russischen Truppen genutzt.
Vorherige Operationen
Zur Erinnerung: In der Nacht zum 20. Juni führten die Drohneneinheiten der ukrainischen Streitkräfte bereits eine großangelegte Operation gegen russische Militärobjekte durch. Laut dem Kommandeur der Drohneneinheiten, Robert Browdy „Madyar“, wurden damals vier Gasverdichterstationen auf der Krim, die Autobahnbrücke über die Henitscher Meerenge sowie eine Reihe von Objekten der Kraftstoff- und Militärlogistik getroffen.