Die Verteidigungskräfte der Ukraine haben eine Serie großangelegter Schläge gegen kritische Infrastruktur und Militärlager auf dem Territorium Russlands und in besetzten Gebieten durchgeführt. Die Operationen fanden am 3. Juni und in der Nacht zum 4. Juni statt. Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine (AFU) bestätigte die Zerstörung einer Reihe strategischer Ziele, darunter ein Pulverwerk in der Region Rjasan und ein Kriegsschiff im Asowschen Meer.
Zerstörung eines Schiffes und eines Pulverwerks
Eines der wichtigsten Ergebnisse der nächtlichen Operationen war der Treffer auf ein Grenzpatrouillenschiff des Projekts 10410, bekannt unter dem Codenamen „Swetljak'. Der Vorfall ereignete sich im Gewässer des Asowschen Meeres. Die russische Flotte verlor ein aktives Kriegsschiff, was durch offizielle Daten des Generalstabs bestätigt wird.
Auch dem russischen Rüstungssektor wurde erheblicher Schaden zugefügt. Ziel war das Pulverwerk „Elastik' in der Region Rjasan. Laut Angaben ukrainischer Militärs wurde nach dem Angriff ein Brand auf dem Gelände des Unternehmens registriert, der eine Fläche von mehr als 400 Quadratmetern erfasste. Das Werk ist ein wichtiges Glied in der Lieferkette für Munition für die russische Armee.
Angriffe auf Logistik und Lager in der Krim und im Süden
Die Verteidigungskräfte schlugen auch gegen Logistikzentren und Lager für Kraftstoffe und Schmierstoffe (KSM) zu. Insbesondere wurden Objekte in Simferopol (Autonome Republik Krim) und Melitopol (Gebiet Saporischschja) angegriffen. Die Zerstörung von Kraftstoffvorräten trifft die Mobilität der russischen Technik in der Frontzone direkt.
In der Region Donezk wurden mehrere Ziele getroffen, die die Kampfbereitschaft der Besatzungstruppen sicherstellen. Schläge wurden gegen folgende Ziele geführt:
- Der Bereich der Konzentration von Waffen und Militärfahrzeugen in der Nähe des Ortes Nowoehorowka.
- Ein feindliches Kommandozentrum in der Gegend von Tscherepino.
- Ein Munitionslager in der Gegend von Grinental.
Schläge gegen Industrieanlagen in Zentralrussland
Die Reichweite und Präzision der Schläge bestätigten sich durch Angriffe auf Objekte im zentralen Teil Russlands. In der Region Tambow brach im Lagergebäude des „Michurinsker Werks „Progress' ein Feuer aus, das eine Fläche von mehr als 200 Quadratmetern erfasste. Das Unternehmen ist auf die Herstellung chemischer Produkte spezialisiert, die auch im militärischen Bereich verwendet werden.
In der Umgebung von Sankt Petersburg wurden an einer Ölterminals schwere Zerstörungen registriert. Durch den Angriff wurde ein Tank vollständig zerstört, sechs weitere Behälter und zwei technische Stege beschädigt. Dies fügt der Kraftstoffversorgung der Region und der Logistik Schaden zu.
Reaktion der Seiten und Kontext der Ereignisse
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Informationen über Treffer in Kronstadt und Tambow. Der Staatschef betonte, dass alle drei angegriffenen Objekte direkt mit der Finanzierung oder der materiell-technischen Unterstützung der russischen Kriegsmaschine verbunden sind.
Zur Erinnerung: In der Nacht zum 3. Juni griffen ukrainische unbemannte Fluggeräte Moskau an. Der Bürgermeister der russischen Hauptstadt Sergei Sobjanin berichtete über die Arbeit der Notdienste und das angebliche Abschuss von Drohnen sowie über das Herabfallen von Trümmern in angrenzenden Gebieten.
In der Erklärung des Generalstabs der AFU wird der systematische Charakter der Aktionen betont: „Die Verteidigungskräfte der Ukraine werden weiterhin systematisch Maßnahmen ergreifen, um Russland zur Beendigung der bewaffneten Aggression gegen die Ukraine zu zwingen'. Die Serie von Schlägen demonstriert die Fähigkeit der AFU, Ziele sowohl in unmittelbarer Nähe der Front als auch im tiefen Hinterland des Gegners zu treffen.