In der Nacht zum 18. Juli führten die ukrainischen Verteidigungskräfte eine großangelegte Operation durch und griffen wichtige Infrastruktureinrichtungen sowie Kriegsschiffe des Gegners an. Die Angriffe betrafen das russische Territorium, einschließlich der Regionen Moskau und Tambow, sowie die Gewässer des Asowschen und des Schwarzen Meeres. Das Hauptziel bestand darin, Lieferketten zu stören und dem Militärflotte Schaden zuzufügen.
Brände an Tanklagern und Logistikzentren
Laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte war eines der Hauptziele der Operation die Tankstelle „Nafto-Service“ in der Stadt Noginsk in der Region Moskau. Ein direkter Treffer wurde registriert, woraufhin auf dem Gelände des Unternehmens ein Großbrand ausbrach. Die Militärs betonen, dass die Anlage aktiv zur Lagerung und weiteren Lieferung von Kraftstoffen genutzt wurde, unter anderem für die Bedürfnisse der russischen Armee.
Neben Noginsk wurden auch andere wichtige Logistik-Knotenpunkte getroffen. In der Stadt Elektrostal in der Region Moskau brach in einem Logistikzentrum des Marktplatzes Wildberries ein Feuer aus. Außerdem griffen Drohnen die Stadt Kotowsk in der Region Tambow an, wo ein weiteres Logistikkomplex in Flammen aufging.
Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte diese Ereignisse und erklärte, dass die getroffenen Objekte im Hinterland Russlands für die Lieferung von sanktionierten Komponenten genutzt wurden. Es handelt sich um Teile für die Herstellung von Drohnen und Navigationsausrüstung, die für den Betrieb der russischen Militärausrüstung notwendig sind.
Angriffe auf die Flotte und Brücken
Ein erheblicher Teil der Bemühungen wurde auf die Seeverbindungen gerichtet. Die Verteidigungskräfte trafen mehrere Einheiten schwimmender Technik in den Gewässern des Asowschen und des Schwarzen Meeres. Nach offiziellen Angaben wurden zwei Tanker, zwei Schwimmkräne und ein Schlepper getroffen.
Der Generalstab legte besonderes Augenmerk auf die Zerstörung des Patrouillenbootes des Projekts 10410 „Swetljak“, das sich in Keratsch befand. Die Militärs stellten fest, dass dies bereits das zweite Schiff dieses Typs ist, das in den letzten zwei Tagen zerstört wurde, was auf eine systematische Arbeit zur Schwächung der Seestreitkräfte des Gegners hindeutet.
Unterbrechung der Verkehrsadern
Um die militärische Logistik zu desorganisieren, wurde die Infrastruktur auf dem besetzten Territorium der Region Luhansk angegriffen. Ukrainische Streitkräfte griffen die Eisenbahnbrücke über den Fluss Belaja in der Nähe des Dorfes Sabowka an. Dieses Objekt war ein wichtiger Bestandteil des Verkehrsnetzes, das die russischen Besatzer für den Transport von Gütern und Ausrüstung nutzten.