Spezialeinheiten des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) haben eine Reihe erfolgreicher Operationen auf vorübergehend besetzten Gebieten durchgeführt und dabei Schlüsselmilitärobjekte der Russischen Föderation getroffen. Insbesondere die Spezialeinheit «Alfa», die im Bereich des Mittelbereichs (mid-strike) operiert, hat Prioritätsziele angegriffen, darunter Flugplätze, Lagerhäuser und Logistikzentren.
Den Angaben der Pressestelle der SBU zufolge werden diese Maßnahmen im Rahmen der vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gestellten Aufgaben durchgeführt und zielen auf eine systematische Verringerung des militärischen Potenzials des Gegners ab.
Schläge gegen die Krim und den Donbas
Besonderes Augenmerk wurde auf die militärische Infrastruktur auf der Krim gelegt. Drohnen der SBU griffen Objekte an, die den Betrieb der russischen Kriegsmaschinerie auf der Halbinsel unterstützen. Satellitenbilder haben die Folgen der Angriffe auf den Flugplatz «Dschankoj» dokumentiert.
In der Oblast Donezk wurde ein großes Logistikzentrum im Rajon Pokrowsk zerstört. Auf diesem Objekt wurden unbemannte Fluggeräte, bodengestützte robotische Systeme und Munition gelagert. Die Zerstörung des Zentrums erschwerte die Versorgung der russischen Truppen in diesem Sektor erheblich.
Beseitigung von Personal und Lagern
Die Spezialoperationen führten zur Zerstörung von Standorten der ständigen stationierung von Piloten unbemannter Systeme in Kamyssch-Zar und Kamjanzke in der Oblast Saporischschja. Zudem wurden Militärlager in Hranitne und Stely in der Oblast Donezk vernichtet.
Laut Angaben der SBU wurden infolge der Angriffe Piloten und Führungskräfte der Einheiten, die unbemannte Systeme und robotische Komplexe steuern, ausgeschaltet. Diese Aktionen unterbrachen die logistischen Ketten des Gegners und erschwerten die Lieferung von Munition und Treibstoff an die vorderen Linien.
Angriffe auf Industrieanlagen in Russland
Parallel zu den Operationen auf den besetzten Gebieten griffen in der Nacht zum 8. Juli unbekannte Drohnen eine Reihe von Objekten im russischen Hinterland an. Zwei Städte wurden gleichzeitig getroffen – Saratow und Borissoglebsk.
In Saratow brach in einem Erdölraffinerie-Werk ein Feuer aus. In Borissoglebsk wurden nach vorläufigen Angaben entweder ein Öllager oder ein lokaler Flugplatz angegriffen. Am selben Morgen wurden in Nischnekamsk (Tatarstan) zwei Industrieanlagen attackiert: der petrochemische Komplex «Nischnekamskneftechim» und die Erdölraffinerie TANECO.
Eine offizielle Bestätigung dieser Vorfälle seitens der russischen Behörden liegt bisher nicht vor. Dennoch hat der Satellitendienst NASA FIRMS Brände an Infrastruktur-Objekten auf der Krim registriert, wo in derselben Nacht zwei Umspannwerke – «Nischneworskoje» und «NS-3» – beschädigt wurden.