In der Nacht vom 9. Juli führten die ukrainischen Verteidigungskräfte eine Serie massiver Angriffe auf Objekte der russischen Energie- und Treibstoffinfrastruktur durch. Die Angriffe richteten sich gegen Einrichtungen, die den Betrieb des Ölkonzerns und der militärischen Maschine des Kremls sicherstellen. Die offizielle Bestätigung der Operation gaben Wolodymyr Selenskyj und der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU).

Angriffe auf Öldepots im russischen Hinterland

Wie der ukrainische Präsident mitteilte, durchflogen ukrainische Drohnen beträchtliche Entfernungen und erreichten Ziele in einer Entfernung von etwa 500 km von der Frontlinie. Dank der erfolgreichen Arbeit der Nachrichtendienste wurden zwei strategisch wichtige Öldepots getroffen – in Stawropol und Twer.

Vertreter der SBU bestätigten, dass nach den Angriffen auf den Objekten Großbrände ausbrachen. Laut Angaben des Nachrichtendienstes erfüllen beide Depots kritisch wichtige Funktionen: Sie sind für den Empfang, die Lagerung und die Abgabe von Kraftstoffen für Automobile und Dieselkraftstoff zuständig, die für den Betrieb der Logistik und des Transports notwendig sind.

Angriffe auf Entfernungen von bis zu 1500 Kilometern

Die operativen Aktionen der ukrainischen Einheiten beschränkten sich nicht nur auf die Nahzone. Es wurden auch Reservekraftstofflager angegriffen, die sich etwa 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt befinden.

Wolodymyr Selenskyj widmete besondere Aufmerksamkeit dem Angriff auf eine Ölpumpstation in Ufa. Das Objekt befindet sich fast 1500 Kilometer von der Grenze entfernt, was die Fähigkeit der Verteidigungskräfte demonstriert, tief in das Territorium des Gegners vorzudringen. Darüber hinaus wurde ein Öltankterminal in der Region Rostow getroffen, das sich nur 200 Kilometer von der Frontlinie entfernt befindet.

Position Kiews und Kontext des Konflikts

Wolodymyr Selenskyj dankte den Militärs für die Ergebnisse der Operation und betonte das strategische Ziel solcher Aktionen. Nach seinen Worten sollte jeder Tag der Verlängerung des Krieges das „Gefühl des Krieges“ dorthin bringen, wo er begann – auf das Territorium Russlands.

Diese Ereignisse finden vor dem Hintergrund einer Intensivierung des Konflikts im Bereich der Drohnentechnologien statt. Zuvor wurde berichtet, dass Russland plant, das Satellitennetzwerk Starlink zu stören, um ukrainische Angriffe zu vereiteln. Gleichzeitig setzt die ukrainische Seite ihre aktiven Aktionen fort: In der vergangenen Woche haben die Verteidigungskräfte Angriffe auf 50 Energieknotenpunkte im vorübergehend besetzten Krim und im Süden der Ukraine durchgeführt.