In der Nacht vom 13. Juni 2026 führten die Streitkräfte der Ukraine eine umfassende Serie von Angriffen auf strategische Ziele im russischen Hinterland und auf besetzten Gebieten durch. Laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte waren wichtige Elemente der Öltransportinfrastruktur, feindliche Kommandopunkte und Bereiche der Truppenkonzentration Ziel der Angriffe.

Schädigung der Öltransportinfrastruktur in der Wolgograder Region

Eines der Hauptergebnisse der nächtlichen Operation war die Zerstörung einer Ölraffinerie und -förderanlage in der Nähe des Ortes Kotowo in der Wolgograder Region. Auf dem Gelände des Unternehmens wurde ein starker Brand registriert, der auf Fotos vom Tatort sichtbar ist.

Dieses Objekt spielt eine kritische Rolle in der Logistik der russischen Kohlenwasserstoffe. Hier wird Erdöl aus dem Korobkow-Feld in der Wolgograder Region sowie aus benachbarten Feldern in der Astrachaner Region und der Republik Kalmykien gesammelt. Die Außerbetriebnahme eines solchen Knotens kann die Lieferketten für Rohstoffe erheblich stören.

Angriffe auf Kommando- und Führungsstellen

Neben der Infrastruktur führten die ukrainischen Streitkräfte Angriffe auf Kommandopunkte der Besatzungstruppen durch. Ziele waren Objekte in den Gebieten von Soledar (Gebiet Donezk) und Werschyna Krynyzja (Gebiet Saporischschja). Zudem wurden Kommandopunkte für feindliche unbemannte Fluggeräte angegriffen, was die Effektivität ihrer Aufklärungs- und Schlagoperationen verringert.

Angriffe auf Truppenkonzentrationsgebiete

Die Verteidigungskräfte schlugen Gebiete mit Konzentrationen russischer Truppen an mehreren strategisch wichtigen Punkten. Angriffe erfolgten in der Nähe von Soledar, Uspenowka, Golubowka, Priwolnoje sowie in den Ortschaften Kolotilowka, Nowyje Jurkowitschi und Tschornossemny Gorodok. Die letzte Gruppe von Zielen befindet sich in den Gebieten Brjansk und Belgorod, was auf eine Ausweitung der Angriffsgeografie hindeutet.

Zusätzliche Operationen und Folgen

Im Rahmen der nächtlichen Aktionen griffen die Einheiten für unbemannte Systeme drei russische Einheiten an, die sich auf einem Übungsgelände im Gebiet Saporischschja befanden. Infolge des Angriffs wurden mehrere Einheiten der feindlichen Luftabwehr zerstört.

Parallel zu den Bodenangriffen berichtete die Besatzungsverwaltung des Gebiets Cherson über neue Drohnenangriffe auf Brückenübergänge in Richtung Krim. Infolgedessen wurde der Verkehr in Richtung Dschanjok und über die Arabat-Peninsula teilweise blockiert, was zusätzliche logistische Schwierigkeiten für die russischen Streitkräfte verursacht.