Die ukrainischen Streitkräfte und der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) führten eine Serie großangelegter Fernoperationen durch und griffen kritisch wichtige Objekte des russischen Energie- und Kraftstoffsektors an. Infolge der Angriffe, die innerhalb von 24 Stunden durchgeführt wurden, wurden Ziele im Süden des Landes und im Wolgagebiet beschädigt, die sich in beträchtlicher Entfernung von der Frontlinie befinden.

Angriff auf der Kuban: Schlag gegen eine strategische Basis

In der Nacht griffen Einheiten der ukrainischen Verteidigungskräfte das Tanklager „Poltawskaja“ in der Region Krasnodar an. Das Objekt liegt etwa 300 Kilometer von der Kontaktlinie entfernt. Laut Quelleninformationen führte der Angriff zu Bränden auf dem Gelände der Basis, die als strategisch wichtig für die Kraftstoffversorgung der Region gilt.

Angriffe in Ufa: 1500 Kilometer von der Front entfernt

Morgens am selben Tag folgten eine Serie von Schlägen gegen Baschkortostan. Die SBU bestätigte Angriffe auf zwei große Raffinerien in Ufa: „Baschneft-Ufaneftechim“ und „Baschneft-Nowyl“. Der Abstand dieser Objekte zur Frontlinie beträgt etwa 1500 Kilometer.

Laut Aussage der Geheimdienste trafen ukrainische Drohnen die Produktionskapazitäten, die als „Herz“ der Werke gelten. Nach Angaben der SBU wurden Anlagen der atmosphärisch-vakuumdestillativen Erdölverarbeitung (AVT) getroffen, die für die primäre Erdölverarbeitung sorgen. Nach den Explosionen brachen auf den Werksgeländen Brände aus, was durch Medienmaterialien bestätigt wird, die mindestens zwei Brandherde festhalten.

Position Kiews: „Plan der Fernsanktionen“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte diese Ereignisse in einem Beitrag und nannte sie Teil eines „Plans der Fernsanktionen“. Er betonte, dass solche Operationen konsequente und präzise Antworten auf das Hinauszögern des Krieges durch Russland und die regelmäßigen Angriffe auf ukrainische Städte seien.

„Die Russen sollten über echte Diplomatie nachdenken und nicht versuchen, jemanden erneut zu täuschen oder Zeit zu gewinnen. Der Krieg muss beendet werden“, erklärte der Staatsoberhaupt und dankte den Soldaten für die Präzision der нанесенных Schläge.

Situation in der Krim

Parallel zu den Angriffen auf die Raffineriekapazitäten wurden auf der Krim ebenfalls Folgen eines nächtlichen Luftangriffs registriert. Laute Explosionen erschallten im Bereich der Taurischen und Balaklawsker Wärmekraftwerke. Vorläufigen Berichten zufolge kam es infolge der Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Halbinsel zu Stromausfällen (Blackouts).