Die Regierung der Ukraine hat sich das kritische Ziel gesetzt, den Schutz von Tankstellen zu gewährleisten und eine unterbrechungsfreie Treibstoffversorgung in die Grenzregionen sicherzustellen. Die entsprechenden Schritte wurden nach einem Koordinierungstreffen am 7. Juli eingeleitet.

Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Erklärung der Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko in Telegram berichtete, wurde bei einem Treffen mit Marktteilnehmern und zuständigen Behörden eine Aktionsstrategie entwickelt. Als oberste Priorität wurden die Bedürfnisse der Gemeinden in den Grenzgebieten festgelegt.

Kein Mangel und neue Sicherheitsmaßnahmen

In einer Situation, in der russische Angriffe auf die Treibstoffinfrastruktur eine ernste Herausforderung für die Sicherheit der Bürger darstellen, bestätigte das Kabinett, dass die notwendigen Mengen an Kraftstoff vorhanden sind. Laut der Ministerpräsidentin besteht derzeit kein Mangel.

„Wir setzen rechtzeitig einen Komplex von Lösungen um, die es ermöglichen werden, weiterhin eine unterbrechungsfreie Treibstoffversorgung für die Bürger, Unternehmen, Sicherheits- und Verteidigungskräfte sowie die kritische Infrastruktur zu garantieren', erklärte Julija Swyrydenko.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Erhöhung der Sicherheit von Tankstellen in Regionen gelegt, die ständigen feindlichen Angriffen ausgesetzt sind. Das Kabinett hat zusätzliche Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zum Schutz der Objekte festgelegt.

Folgen der jüngsten Angriffe

Die Aktualität des Themas wird durch tragische Ereignisse der letzten Tage bestätigt. Am 6. Juli griffen russische Besatzer eine Tankstelle in Saporischschja an, bei der zwei Menschen ums Leben kamen und neun weitere verletzt wurden.

Zuvor, am 3. Juli, ereignete sich ein ähnlicher Angriff im Rajon Lubny der Oblast Poltawa: Mehrere Tankstellen wurden beschädigt, eine Person wurde verletzt.

Internationalen Widerhall löste der Vorfall am 5. Juli in der Oblast Nikolajew aus, als ein Objekt des Unternehmens SOCAR angegriffen wurde. Als Reaktion darauf überreichte das Außenministerium Aserbaidschans dem russischen Botschafter Michail Jewdokimow eine Protestnote.