Der Stadtrat von Schytomyr hat die Einführung eines strengen Energiesparmodus in der Stadt angekündigt. Diese Entscheidung wurde vor dem Hintergrund erheblicher Schäden an der Energieinfrastruktur getroffen, die durch eine Reihe von Angriffen auf Energieanlagen der Region entstanden sind. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Nach Angaben des Stadtrats zielen diese Maßnahmen darauf ab, die Belastung des beschädigten Stromnetzes zu senken und weitere Notabschaltungen zu verhindern.
Was in erster Linie eingeschränkt ist
Nach Angaben des Stadtrats wurde der Betrieb des gesamten elektrischen Nahverkehrs in Schytomyr vorübergehend eingestellt und die Straßenbeleuchtung in einen Sparmodus versetzt. Die örtlichen Behörden fordern die Einwohner auf, den Stromverbrauch zu Spitzenzeiten so weit wie möglich zu begrenzen, um das Netz zu entlasten und kaskadierende Ausfälle zu vermeiden.
Appell an die Unternehmen
Insbesondere wurden Unternehmer gebeten, auf dekorative und werbliche Beleuchtung, die Beleuchtung von Gebäudefassaden und den Betrieb von elektronischen Bildschirmen zu verzichten. Den Unternehmen wird empfohlen, sich nur auf den absolut notwendigen Verbrauch zu konzentrieren, um das Netz in kritischen Momenten nicht unnötig zu belasten.
Sicherheit im Straßenverkehr
Die Behörden warnen, dass Ampeln in der Stadt aufgrund von Stromausfällen fehlerhaft funktionieren oder komplett ausfallen können. Autofahrer und Fußgänger werden aufgerufen, besonders vorsichtig zu sein, die Verkehrsregeln strikt zu beachten, auf Verkehrszeichen zu achten und an Kreuzungen Fußgängern den Vorrang zu gewähren.
Kontext: Angriffe auf das Energiesystem
Die Einführung des Sparregimes ist die Folge jüngster Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Region. Am 3. November führten Angriffe auf Energieanlagen in Schytomyr zu massiven Stromausfällen, woraufhin die lokalen Behörden die Einrichtung von „Punkten der Unbezwingbarkeit“ ankündigten – Orte, an denen Einwohner grundlegende Dienstleistungen in Anspruch nehmen und Geräte aufladen können. Bereits am 1. November blieben nach einer Serie von Angriffen auf Energieanlagen mehr als 650 Ortschaften in der Region Schytomyr ohne Strom.