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title: "Sechs Fragen, die helfen, nicht in der Angst zu stecken bleiben: Kolumne der Coachin Olga Hrytsyk"
description: "Die Coachin Olga Hrytsyk bietet in einer Kolumne für Wave RBC.UA sechs Fragen an, die helfen, bei ununterbrochenen Luftalarmen nicht in der Angst zu stecken bleiben, reale Risiken von eingebildeten Szenarien zu unterscheiden und die Kräfte zu bewahren."
date: 2026-09-04T10:22:01.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/sechs-fragen-die-helfen-nicht-in-der-angst-zu-stecken-bleiben
tags: [anxiety-management, mental-health, psychology, wellness, ukraine-air-raids]
publisher: "XAB.info"
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# Sechs Fragen, die helfen, nicht in der Angst zu stecken bleiben: Kolumne der Coachin Olga Hrytsyk

![Frau meditiert in Lotosstellung mit geschlossenen Augen und praktiziert Achtsamkeit gegen Angst](https://xab.info/media/2026/09/04/shes-voprosov-kotorye-pomogut-ne-zastryat-v-trevoge/shes-voprosov-kotorye-pomogut-ne-zastryat-v-trevoge-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Die Coachin Olga Hrytsyk bietet sechs Selbstprüfungsfragen an, die helfen, bei ununterbrochenen Alarmen nicht in den Zustand „Alles ist verloren“ zu verfallen.
- Erstes Prinzip: Wenn die Handlung bereits erledigt ist, hat die Angst ihre Funktion erfüllt und kann „losgelassen“ werden.
- Anstatt die Zukunft zu prognostizieren, rät die Autorin, Handlungen in verschiedenen Szenarien zu planen und sich auf die tägliche Routine zu stützen.
- Filter gegen Ruminierung: Den Gedanken nur zurückholen, wenn neue Daten aufgetaucht sind.
- Bei Schlaflosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Panikattacken empfiehlt die Autorin, sich an Spezialisten zu wenden, statt auf ein Selbstvergehen zu warten.

Schon seit einem Tag erklingen in Kiew beinahe ununterbrochen Luftalarme – Tag und Nacht, mit Pausen „zum Kaffee“. Unter solchen Bedingungen akkumuliert sich die psychische Spannung schneller, als der Mensch überhaupt reagieren kann, und genau hier rückt die Frage in den Vordergrund, wie man die eigenen Ressourcen nicht verliert. Darauf antwortet in einer Kolumne für das Lifestyle-Projekt „RBC-Ukraine“ Wave die Coachin Olga Hrytsyk und bietet eine Reihe von sechs Fragen an, die helfen, nicht in den Zustand „Alles ist verloren“ zu verfallen, reale Risiken von eingebildeten Szenarien zu unterscheiden und die Kräfte zu bewahren, solange die Ungewissheit anhält. Der Zustand, den die Autorin beschreibt, wird gut durch die Szene einer Meditation in der Lotosstellung auf einer Yogamatte illustriert: Der Mensch schließt die Augen, legt die Hände in einer Mudra auf die Knie und konzentriert sich auf die Atmung – der einfachste Anker, der die Aufmerksamkeit in den Körper und in den gegenwärtigen Moment zurückbringt.

Den Ausgangspunkt der Kolumne bildet ein Zitat des ukrainischen Philosophen Wolodymyr Jermolenko, der auf Facebook das Geschehene als „Konzentrationslager-Prinzip“ beschreibt: ein ununterbrochener Druck, bei dem „du keine einzige Minute für dich, für deine Welt, für deine Gedanken hast“, in dem man nicht einschlafen, nicht träumen oder allein sein kann. Seiner Meinung nach besteht der innere Widerstand dagegen darin, „eigene Intelligenz, eigene Gefühle, eigenen Willen“ zu haben – also eigene Kultur, Gesellschaft und Staat. Hrytsyk räumt ein, dass er weltanschaulich recht hat, betont aber: Dafür braucht man Kraft, die durch ununterbrochene Angst, innere Anspannung und Furcht erschöpft wird. Wenn man sich nicht sofort davon befreien kann, sollte man sie zumindest teilweise dazu bringen, „auf unserem Feld zu spielen“ – und dafür bietet die Autorin eine Reihe von Selbstprüfungen an, die jeder ohne besondere Vorbereitung anwenden kann. Das vollständige Original des Materials ist auf wave.rbc.ua veröffentlicht.

### Erste Frage: Gibt es hier eine Handlung?

Angst und Furcht haben eine reale Funktion: Sie veranlassen uns, Risiken vorherzusehen und uns darauf vorzubereiten. Deshalb wird die Frage nach der Handlung zur entscheidenden Selbstprüfung. Wenn man bereits alles getan hat, was von einem abhängt, – dann hat es keinen Sinn, endlose apokalyptische Szenarien im Kopf durchzuspielen. Die Formel, die die Autorin vorschlägt, ist knapp: „Gibt es eine Handlung – wir handeln; gibt es keine Handlung – die Angst hat ihre Funktion erfüllt und kann frei sein“. Das ermöglicht es, die Angst nicht länger als Feind zu betrachten und sie stattdessen als Signal zu nutzen, das erlischt, sobald die Vorbereitungsaufgabe abgeschlossen ist.

### Zweite Frage: Was werde ich in den verschiedenen Varianten tun?

Der zweite Ansatz besteht darin, aufzuhören, die Zukunft als solche zu prognostizieren, denn das ist das Reich der Fantasie, nicht der Fakten. Anstelle der Frage „Wie lange wird das noch dauern?“ schlägt die Autorin eine praktische Frage vor: „Was werde ich tun, wenn es noch einige Tage, eine Woche, einen Monat dauert?“ Damit verschiebt sich die Aufmerksamkeit vom Unkontrollierbaren (Dauer der Krise) zum Kontrollierbaren (eigene Handlungen in jedem der Szenarien). Der Mensch ist kein passiver Beobachter der Ungewissheit mehr, sondern wird zum Verfasser eines Reaktionsplans, was bereits für sich genommen das Angstniveau senkt.

### Dritte Frage: Sind neue Daten aufgetaucht?

Der dritte Ansatz richtet sich gegen die Ruminierung – das zwanghafte, wiederholte Durchspielen derselben Gedanken, das, wie die Autorin sagt, „furchtbar erschöpft“. Hier funktioniert ein einfacher Filter: Jedes Mal, wenn ein angstbesetzter Gedanke zurückkehrt, muss man sich fragen, ob neue Daten aufgetaucht sind. Wenn ja – kann man die Entscheidung überdenken; wenn nein, dann wurde die Angst einfach „in die nächste Runde geschickt“, ohne neuen Inhalt. Diese Frage hilft, eine echte Aktualisierung der Informationen vom inneren Echo zu unterscheiden und keine Energie auf das Kauen von bereits Bekanntem zu verschwenden.

### Vierte Frage: Habe ich einen Plan und eine Routine?

Der vierte Ansatz betrifft die Unvorhersehbarkeit, die an sich schon erschöpft. Die Autorin behauptet, dass es besser ist, einen Plan zu haben und ihn bei Bedarf zu ändern, als überhaupt aufzuhören, etwas zu planen. Die tägliche Routine macht zumindest einen Teil des Lebens verständlich und vorhersehbar und schafft eine Insel der Stabilität im Meer der Veränderungen. Tatsächlich ist dies die Frage „Was bleibt in meinem Leben heute konstant?“ – und die Antwort darauf wird zu einer Stütze, die nicht von äußeren Ereignissen und Ängsten abhängt.

### Fünfte und sechste Frage: Schaffe ich es allein und lasse ich die Angst nicht herrschen?

Der fünfte Ansatz ist eine ehrliche Einschätzung der eigenen Grenzen. Wenn ein Mensch es nicht mehr allein schafft – nicht schläft, nicht arbeiten oder sich konzentrieren kann, ständig in Erwartung der nächsten Gefahr lebt, Panikattacken begonnen haben – dann rät die Autorin direkt, nicht darauf zu warten, dass es „von selbst vergeht“, sondern sich an Spezialisten zu wenden. Die sechste, abschließende Frage kehrt zur Metapher des Marathons zurück: „Lasst die Angst nicht über euch herrschen, das ist ein Marathon, und wir brauchen seine Kräfte“. Das heißt, die Aufgabe besteht nicht darin, einen einmaligen Sieg über die Angst zu erringen, sondern die Ressourcen so zu verteilen, dass man die Distanz der Ungewissheit mit Bewahrung von Gesundheit und Willenskraft durchläuft.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Wenn die Angst nicht vergeht: Wie man sie zu einer Komplizin macht](https://wave.rbc.ua/ukr/wellness/koli-strah-minae-k-peretvoriti-yogo-svogo-1788517217.html) - Первичный источник — авторская колонка коуча Ольги Грицик для Wave RBC.UA. Все шесть приёмов, цитата Владимира Ермоленко и рекомендация обращаться к специалистам взяты напрямую из текста. Оговорка: материал носит характер мнения/психологической колонки, а ситуативные детали о непрерывных тревогах отражают момент публикации, поэтому фактическая обстановка на 4 сентября 2026 г. не гарантирована.

## ❓ FAQ

### Q: Wie viele Fragen bietet die Coachin Olga Hrytsyk an und welches ist ihr Ziel?
**A:** Die Autorin bietet sechs Selbstprüfungsfragen an, deren Ziel es ist, nicht in der Angst zu stecken bleiben, reale Risiken von eingebildeten Szenarien zu unterscheiden und die Kräfte zu bewahren, solange die Ungewissheit anhält.

### Q: Was tun, wenn die Angst ohne neue Ereignisse zurückkehrt?
**A:** Dem Rat der Autorin zufolge sollte man sich fragen, ob neue Daten aufgetaucht sind. Wenn nein – dann wurde die Angst einfach „in die nächste Runde geschickt“, und man sollte sie nicht weiter kauen, um sich nicht durch Ruminierung zu erschöpfen.

### Q: Wann sollte man sich an Spezialisten wenden?
**A:** Die Autorin empfiehlt, nicht auf ein Selbstvergehen zu warten, wenn der Mensch nicht schläft, nicht arbeiten oder sich konzentrieren kann, ständig in Erwartung der Gefahr lebt oder wenn Panikattacken begonnen haben.