Im August 2026 stand die Industrie des PC-Gamings vor einer neuen Herausforderung, die scheinbar mit dem Erscheinen der Blackwell-Architektur gelöst sein sollte. Die Grafikkarte GeForce RTX 5090, das absolute Marktführer-Modell, das die Konkurrenz in allen Belangen übertrifft, stieß bei der Umstellung auf Auflösungen über 4K an ihre Grenzen. Unabhängige Tests des renommierten Magazins Hardware Unboxed zeigen, dass selbst die leistungsstärkste Grafikkarte der Welt Schwierigkeiten hat, ein komfortables Spielerlebnis in 6K-Auflösung zu gewährleisten.

Leistungsverlust in Cyberpunk 2077

Der entscheidende Beweis für die Schwierigkeiten beim 6K-Gaming waren die Testergebnisse in einem der anspruchsvollsten Titel – Cyberpunk 2077. In 4K-Auflösung mit aktivierter maximaler Raytracing-Funktion (RT Overdrive) und dem DLSS-Upscaler im Performance-Modus erzielt die RTX 5090 solide 86 Bilder pro Sekunde. Beim Wechsel auf den Samsung G80HS-Monitor mit 6K-Auflösung halbiert sich die Leistung jedoch genau – auf 42 fps. Dies ist ein kritischer Wert, der das Spiel trotz der Verfügbarkeit von Upscaling-Technologien als unangenehm empfindlich macht.

Das Leistungsparadoxon: RTX 5090 gegen RTX 5070 Ti

Eines der aussagekräftigsten Testergebnisse ist der Vergleich der Leistung des Flaggschiffs mit einem günstigeren Modell. Die Autoren der Studie stellten fest, dass die Grafikkarte RTX 5070 Ti in 4K-Auflösung fast die gleiche Anzahl an Bildern liefert, die das Flaggschiff-Modell RTX 5090 in 6K-Auflösung bereitstellen kann. Das bedeutet, dass der Kauf einer Top-Karte für das Gaming in 6K mit DLSS im Performance-Modus überflüssig sein könnte, wenn man sie mit der Leistung im 4K-Bereich der Mittelklasse vergleicht. Der Preisunterschied zwischen diesen Karten ist enorm, wird aber unter Bedingungen extrem hoher Auflösung ausgeglichen.

Tests in anderen Spielen: Crimson Desert und Doom Dark Ages

Das Bild ändert sich auch in anderen modernen Projekten nicht. Tests der Spiele Crimson Desert, Mafia Old Country und Doom Dark Ages zeigten einen ähnlichen Trend: Der Leistungsabfall beim Wechsel zu 6K beträgt etwa das Doppelte und in einigen Fällen sogar mehr. In absoluten Zahlen liefert die Grafikkarte selbst mit aktiviertem DLSS (in verschiedenen Modi) in ressourcenintensiven Spielen weniger als 60 fps und sinkt häufig in den Bereich von 40–45 fps. Ohne den Einsatz von Upscalern wären die Werte völlig unspielbar, was die kritische Abhängigkeit von Skalierungstechnologien bei solch hohen Auflösungen unterstreicht.

Widersprüchliche Daten

Es gibt eine Nuance bei der Interpretation dieser Ergebnisse. Einerseits weisen die Autoren der Hardware Unboxed-Tests darauf hin, dass 6K-Gaming im aktuellen Stadium eine „monströse Belastung“ darstellt, mit der selbst Top-Hardware nicht zurechtkommt. Andererseits stellen sie fest, dass die Situation nicht hoffnungslos ist: Das Umschalten des Upscalers von DLSS Performance auf DLSS Quality, das Herabsetzen der Grafikoptionen oder das Deaktivieren von Raytracing führt immer zu einem deutlichen Leistungsanstieg. Dies schafft ein Dilemma: Entweder man opfert die visuelle Qualität für Flüssigkeit in 6K, oder man bleibt bei 4K, wo die RTX 5090 ihr volles Potenzial entfalten kann.

Fazit für den Markt

Obwohl die Anzahl der Spieler, die Monitore mit 6K-Auflösung wählen, extrem gering bleibt, sind diese Tests wichtig, um die Grenzen der aktuellen Technologien zu verstehen. Die RTX 5090 bleibt die beste Karte auf dem Markt, aber ihre Möglichkeiten sind nicht grenzenlos. Für ein komfortables Spielen in 6K ohne Kompromisse wird wahrscheinlich die Einführung der nächsten Generation von Grafikkarten oder eine weitere Verfeinerung der DLSS-Algorithmen erforderlich sein, die in der Lage sind, qualitativ hochwertigere Bilder bei starker Skalierung zu generieren.