Wolodymyr Selenskyj kommentierte in einem exklusiven Interview mit der britischen Zeitung The Guardian die Situation rund um die Mittel, die Roman Abramowitsch durch den Verkauf des Fußballvereins „Chelsea“ eingenommen hat. Im Gespräch bestätigte der ukrainische Präsident, dass die Nutzung der eingefrorenen Vermögenswerte des russischen Unternehmers für die Verteidigungsbedürfnisse des Landes tatsächlich diskutiert wurde.
Begegnung und die Frage der Finanzen
Journalisten haben auf den kürzlichen Besuch von Roman Abramowitsch in Kiew hingewiesen. Während des Gesprächs mit Selenskyj wurde die Frage des Schicksals der Mittel aus dem Verkauf von „Chelsea“ aufgeworfen – es handelt sich um eine Summe von rund 2,5 Milliarden Pfund Sterling, die sich derzeit auf Konten im Vereinigten Königreich befinden. Der ukrainische Präsident leugnete nicht, dass die Notwendigkeit dieser Ressourcen diskutiert wurde.
„Ich habe gesagt, dass wir dein Geld brauchen... Ich erinnere mich nicht an die Details, aber ich will nicht lügen“, so Selenskyj in einem Videomaterial.
Priorität: Beschaffung von Luftabwehr und das „Pearl“-Programm
Das Hauptargument für die Nutzung dieser Mittel war die hohe Kosten moderner Verteidigungssysteme. Selenskyj betonte, dass es unter den aktuellen Umständen für die Ukraine von kritischer Bedeutung sei, das Luftabwehrsystem zu stärken. Insbesondere geht es um den Kauf von Raketen zur Abwehr von Ballistischen Raketen im Rahmen des „Pearl“-Programms in den USA.
„Sie sind sehr teuer: 3–4 Millionen pro Rakete. Und das ist sehr teuer. Und natürlich können diese Gelder helfen“, so der Staatsoberhaupt.
Logik der Gerechtigkeit und diplomatische Kontakte
Der ukrainische Präsident formulierte eine einfache Logik: Da Russland den Krieg begonnen hat, erscheint die Nutzung russischen Geldes, um ihn zu beenden, als gerecht. Gleichzeitig teilte Selenskyj mit, dass er in ständigem Kontakt mit dem britischen Premierminister steht und die diplomatischen Teams beider Länder regelmäßig Verhandlungen zu dieser Frage führen.
Bisher liegen keine offiziellen Kommentare von Vertretern von Roman Abramowitsch sowie den Regierungen des Vereinigten Königreichs und der USA bezüglich des Status der eingefrorenen Mittel und der Umsetzung von Verteidigungsprogrammen vor.