Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Dekret zur Bestätigung der aktualisierten Besetzung des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung (SNBO) unterzeichnet. Das Dokument, das am 31. Juli 2026 in Kraft trat, verankert umfangreiche personelle Umstrukturierungen in den wichtigsten Sicherheits- und Regierungsstrukturen des Landes.
Neue Gesichter im Rat
Zur aktualisierten Besetzung des Rates gehören Führungskräfte, die ihre Posten im Rahmen der jüngsten Welle von Ernennungen übernommen haben. Die Medien haben besonderes Augenmerk auf die Aufnahme des Ersten stellvertretenden Außenministers Andrij Sybyha gelegt. Seine Anwesenheit im höchsten Sicherheitsorgan unterstreicht die Bedeutung der diplomatischen Ausrichtung in der aktuellen Strategie des Staates.
Wer den Rat verlassen hat
Die Liste der aus dem SNBO ausgeschlossen Personen umfasst eine Reihe hochrangiger Beamter, die zuvor Schlüsselpositionen inne hatten. Aus dem Rat wurden folgende Personen entfernt:
- Ehemaliger Innenminister Ihor Klymenko;
- Ehemalige Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko;
- Ehemaliger Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine Alexander Syrskyj;
- Ehemaliger Erster stellvertretender Wirtschaftsminister Alexej Sobolew;
- Ehemaliger Erster stellvertretender Ministerpräsident Mychajlo Fedorow.
Die Entscheidung zum Ausschluss dieser Personen wurde gemäß Artikel 107 der Verfassung der Ukraine getroffen und spiegelt die aktuelle Machtstruktur nach dem Führungswechsel in der Regierung und den Sicherheitsbehörden wider.
Kontext der Änderungen
Die Aktualisierung der Besetzung des SNBO erfolgte vor dem Hintergrund intensiver internationaler Kontakte der ukrainischen Führung. Am Vortag teilte Wolodymyr Selenskyj mit, dass er im Rahmen von Gesprächen mit dem US-Präsidenten Donald Trump die Frage der Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten der Satellitenkommunikation Starlink erörtert habe. Der Staatsoberhaupt betonte, dass dieser Schritt darauf abzielt, die operativen Fähigkeiten der ukrainischen Streitkräfte zu stärken.
Die personellen Änderungen im SNBO spiegeln somit nicht nur die interne Umstrukturierung der Macht wider, sondern korrelieren auch mit außenpolitischen Initiativen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes.