In der Nacht zum 2. Juli wurde die Ukraine einem umfassenden kombinierten Angriff russischer Truppen ausgesetzt. Das Hauptziel des Angriffs war Kiew, wo die russischen Streitkräfte eine beispiellose Anzahl an Luftangriffsplattformen einsetzten. Laut RBK-Ukraine wurden insgesamt 570 Waffeneinheiten eingesetzt: 496 Kamikaze-Drohnen und 74 Raketen verschiedener Typen. Der Angriff erfolgte unter Verwendung von Plattformen mit Luft-, Land- und Seebasis.

Zerstörungen in der Hauptstadt und die Erklärung des Präsidenten

Die Folgen des nächtlichen Angriffs waren katastrophal für die zivile Infrastruktur der ukrainischen Hauptstadt. Treffer wurden an mehr als 30 Standorten in allen Stadtteilen registriert, wobei Zerstörungen in sieben Verwaltungsbezirken verursacht wurden. Zu den betroffenen Objekten gehören Wohnhäuser, bei denen direkte Treffer registriert wurden.

Der Staatliche Dienst für Notfälle (GSCHS) veröffentlichte Aufnahmen der Beseitigung der Folgen. Auf den Fotos sind massive Brände in mehrstöckigen Wohnhäusern, im Einfamilienhausbereich und in Lagerhallen zu sehen. Insbesondere im Schewtschenko-Bezirk brannte ein dreistöckiges Nichtwohngebäude, in dem eine Station für Notfallmedizin untergebracht ist. Aufgrund der Intensität der Angriffe kam es in Teilen der Stadt zu Stromausfällen.

Wolodymyr Selenskyj besuchte persönlich den Ort des feindlichen Anschlags im Darnyzja-Bezirk von Kiew. Bei der Einschätzung der Lage erklärte der Präsident, dass sich die Ukraine für einen gerechten Frieden und ein würdiges Ende des Krieges einsetzt. Er betonte jedoch, dass das Land, solange der Frieden nicht eingetreten ist, „gerechte Antworten“ auf die Aggression geben wird.

„Russland wird für den heutigen Angriff auf Kiew zur Rechenschaft gezogen – das ist zweifellos“, erklärte der Staatsoberhaupt am Ort der Zerstörung.