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title: "«Russland hat entschieden, dass ein friedliches Europa sein Feind ist»: Selenskyj warnt auf Berliner Konferenz vor langfristiger Bedrohung"
description: "Auf der Berliner Sicherheitskonferenz erklärte Wolodymyr Selenskyj, dass Russland ein friedliches und vereintes Europa als Feind betrachtet und seine militärische Infrastruktur zu massiv ist, um sich nur gegen die Ukraine zu richten."
date: 2026-11-04T03:14:06.373Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/selenskyj-berlin-russland-bedrohung-europa
tags: [zelensky, berlin-security-conference, russia, europe, ukraine, defense]
author: "Andrej Kosynko"
publisher: "XAB.info"
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# «Russland hat entschieden, dass ein friedliches Europa sein Feind ist»: Selenskyj warnt auf Berliner Konferenz vor langfristiger Bedrohung

![Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem dunklen Hemd spricht bei einer Veranstaltung](https://xab.info/media/2026/11/04/zelensky-berlin-rossiya-ugroza-evrope/zelensky-berlin-rossiya-ugroza-evrope-1.webp)

## Kernpunkte

- Selenskyj erklärte auf der Berliner Sicherheitskonferenz, dass Russland ein friedliches und vereintes Europa als Feind betrachtet.
- Seiner Einschätzung nach ist Russlands militärische Infrastruktur zu massiv, um sich nur gegen die Ukraine zu richten.
- Der Präsident bezeichnete die Lage der Ukraine als schwierig, aber nicht fatal und rief die Europäer auf, über die Zukunft des Kontinents nachzudenken.
- Die EU nimmt die Risiken ernst: Großbritannien bereitet einen Kriegsplan bis 2030 vor, und Merz rief dazu auf, nicht nachzulassen.

Am 3. November hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Berliner Sicherheitskonferenz eine Einschätzung der langfristigen Absichten Moskaus abgegeben und erklärt, dass Russland ein friedliches und vereintes Europa als seinen Feind betrachtet. Seiner Ansicht nach ist die militärische Infrastruktur, die die Russische Föderation in den letzten Jahren aufgebaut hat, viel zu massiv, um sich ausschließlich gegen die Ukraine zu richten. Dies berichtet RBK-Ukraina unter Berufung auf den Telegram-Kanal des ukrainischen Präsidenten.

### «Russland hat sich bereits entschieden»

Im Mittelpunkt von Selenskyjs Rede stand die Thematik, dass Moskau seiner Meinung nach bereits eine strategische Entscheidung in Bezug auf Europa getroffen hat und diese Bedrohung in absehbarer Zeit nicht verschwinden wird. «Wir sehen, dass Russland sich bereits entschieden hat. Es hat beschlossen, dass ein friedliches und vereintes Europa sein Feind ist. Und diese Situation wird nicht einfach so in einem Jahr verschwinden», erklärte der Präsident und betonte, dass es sich dabei nicht um eine temporäre Eskalation, sondern um eine dauerhafte Position des Kremls handele.

### Europa als Sicherheitsquelle

Gleichzeitig bezeichnete Selenskyj es als positiven Trend, dass andere Länder der Welt Europa zunehmend als Sicherheitsquelle wahrnehmen. Seiner Einschätzung nach ist dieses Potenzial größtenteils noch ungenutzt, kann sich aber als sehr mächtig erweisen. Gesondert hob er die Bedeutung des Verbleibs der Vereinigten Staaten im Bündnis hervor: «Es ist gut, dass es immer noch die Chance gibt, dass Amerika Teil des für Europa so wichtigen Sicherheitsbündnisses bleibt».

### «Die Ukraine wird niemals aufgeben»

Die Situation für die Ukraine bezeichnete der Präsident als sehr schwierig, versicherte jedoch, dass das Land nicht brechen wird. Er wandte sich an das europäische Publikum, betonte die Widerstandskraft des Staates und warf gleichzeitig eine Frage zur Zukunft des Kontinents auf: «Aber die Ukraine wird niemals aufgeben. Die Ukraine wird immer stark sein. Und die Ukraine wird immer europäisch sein. Aber was wird hier passieren?»

### Russische militärische Infrastruktur als Argument

Als Beweis für das Ausmaß der Bedrohung schlug Selenskyj den Europäern vor, einen Blick auf die militärischen Anlagen zu werfen, die Russland in den letzten Jahren errichtet hat. Ihrer Größe und ihrem Charakter nach passen sie seiner Ansicht nach nicht in die Logik der alleinigen Eindämmung der Ukraine und deuten auf einen größeren Kreis potenzieller Ziele hin. Zuvor hatte er erklärt, Wladimir Putin selbst habe geäußert, Russland sei bereit für einen Krieg mit Europa, auch wenn man keinen Konflikt anstrebe.

### Reaktion in Europa

In den europäischen Hauptstädten werden solche Risiken ernst genommen. Der britische Verteidigungsminister John Healey erklärte, das Land müsse sich bis 2030 auf einen möglichen Krieg mit Russland vorbereiten. Bundeskanzler Friedrich Merz rief seinerseits die EU zur Wachsamkeit auf und wies darauf hin, dass Putin nach seiner Einschätzung nicht nur die Niederlage der Ukraine anstrebe, sondern auch die Untergrabung der Demokratie in Europa. Die Gesamtheit dieser Aussagen zeigt, dass sich das Thema einer langfristigen militärischen Bedrohung durch die Russische Föderation fest auf der öffentlichen Agenda der europäischen Hauptstädte verankert.

## Faktencheck und Quellen

- ["Украина никогда не сдастся, но что будет здесь?": Зеленский обратился к Европе](https://www.rbc.ua/ukr/news/ukrayina-nikoli-zdastsya-ale-shcho-bude-tut-1793759983.html) - Primärquelle: Selenskyjs Zitate von der Berliner Sicherheitskonferenz (3. November), Aussagen von Healey und Merz. Alle Fakten des Artikels stammen aus diesem Text.

## Häufige Fragen

### Wo und wann hat Selenskyj diese Aussagen gemacht?

Am 3. November auf der Berliner Sicherheitskonferenz, wie RBK-Ukraina unter Berufung auf den Telegram-Kanal des ukrainischen Präsidenten berichtet.

### Was hat Selenskyj über Russlands militärische Infrastruktur gesagt?

Er rief die Europäer dazu auf, die in den letzten Jahren errichteten russischen Militärobjekte zu betrachten, und erklärte, deren Ausmaß sei zu groß, um sich nur gegen die Ukraine zu richten.

### Wie haben europäische Führer reagiert?

Der britische Verteidigungsminister John Healey betonte die Notwendigkeit, das Land bis 2030 auf einen möglichen Krieg mit Russland vorzubereiten, und Bundeskanzler Friedrich Merz forderte die EU auf, wachsam zu bleiben und verwies auf Putins Absicht, die Demokratie in Europa zu untergraben.