Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestätigt, dass das Land in den nächsten Tagen ein neues Paket von Raketen für das Patriot-Luftabwehrsystem von den Vereinigten Staaten erhalten wird, die in der Lage sind, ballistische Ziele abzufangen. Dies erklärte der Staatschef im Gespräch mit Journalisten nach dem NATO-Gipfel.

Details der Vereinbarungen: USA und Europa

Auf die direkte Frage, ob auf dem Gipfel eine Einigung über die Lieferung von PAC-3-Raketen erzielt wurde, bezeichnete Selenskyj das Treffen als ergebnisreich. Er betonte, dass das Paket aus den USA in den nächsten Tagen übergeben werde. Darüber hinaus hob der Präsident separate Vereinbarungen mit europäischen Partnern hervor.

„Bei den europäischen Ländern gibt es zwar noch keine konkreten Termine, aber die Ukraine wird definitiv zusätzliche PAC-3-Raketen erhalten“, präzisierte der ukrainische Staatsführer. Kiew erwartet somit eine Auffüllung der Munitionsvorräte sowohl von Washington als auch im Rahmen der europäischen Hilfe, wobei der Lieferplan der EU vorerst unbestimmt bleibt.

Kritischer Mangel und Taktik des Gegners

Die Lieferung neuer Munition ist für das ukrainische Luftabwehrsystem eine Frage des Überlebens. Der Mangel an Raketen, die ballistische Ziele abschießen können, ist seit langem eines der Hauptprobleme. Der Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Serhij „Flash“ Beskrestnow erklärte kürzlich, dass dem Land „gänzlich Raketen“ zur Zerstörung ballistischer Ziele fehlen.

Diese Schwachstelle wird von den russischen Streitkräften aktiv ausgenutzt. Während des letzten massiven Angriffs auf Kiew und die Oblast Kiew setzte der Gegner 23 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M und S-400 ein. Bei diesem Angriff konnte die ukrainische Luftabwehr keine einzige ballistische Rakete abschießen, was zu schweren Zerstörungen führte.

Neue Perspektiven: Lizenz aus den USA

Vor dem Hintergrund des akuten Mangels gibt es Berichte über langfristige Lösungen für das Problem. Gestern, am 8. Juli, versprach der US-Präsident Donald Trump, der Ukraine eine Lizenz zur Herstellung von Patriot-Raketen zu gewähren. Wenn diese Initiative umgesetzt wird, könnte sie die Situation bei der Versorgung des Luftabwehrsystems grundlegend verändern und die Abhängigkeit von externen Lieferungen in Zukunft verringern.