Am Vorabend des Verfassungstages der Ukraine unterzeichnete Präsident Wolodymyr Selenskyj das Dekret Nr. 532/2026 zur Auszeichnung einer Reihe herausragender Persönlichkeiten aus Kultur und Kunst. Die feierliche Zeremonie fand in Anwesenheit von Gästen statt, darunter sowohl aktive Stars der ukrainischen Bühne als auch Vertreter des Klerus.

Staatsauszeichnungen werden traditionell für einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Landes, zur Stärkung der Souveränität und territorialen Integrität sowie für hohe professionelle Leistungen verliehen. Diesmal wurde die Liste der Preisträger besonders berührend, da Ehrenzeichen posthum an Künstler verliehen wurden.

Erinnerung an verstorbene Legenden

Besonderes Augenmerk wurde auf die Erinnerung an Künstler gelegt, die Ende 2025 verstorben sind. Michail Klimenko, Mitglied der beliebten Musikgruppe ADAM, wurde posthum mit dem Orden „Für Verdienste“ III. Klasse ausgezeichnet. Der Künstler verstarb am 7. Dezember 2025, nachdem er den Komplikationen eines tuberkulösen Meningitits erlegen war. Sein Schaffen und sein Beitrag zur Musikindustrie wurden auf staatlicher Ebene hoch geschätzt.

Ein weiterer tragischer Verlust für die Kulturgemeinschaft war der Tod des Volkskünstlers Stepan Higa. Er wurde mit dem Orden von Jaroslaw dem Weisen V. Klasse ausgezeichnet. Dies ist eine der höchsten Staatsauszeichnungen, die für herausragende Verdienste im Bereich Kultur, Kunst und gesellschaftliches Engagement verliehen wird. Stepan Higa verstarb am 12. Dezember 2025. Laut seinen Kindern war die Todesursache Komplikationen infolge einer Infektion, die sich auf dem Boden von Diabetes entwickelte. In den letzten Monaten seines Lebens durchlief der Künstler eine langwierige stationäre Behandlung.

Lebende Helden auf der Bühne

Zu denen, die die Auszeichnung persönlich aus den Händen des Präsidenten entgegennahmen, gehörte der bekannte Fernsehmoderator Andrej Bednjakow. Er wurde mit dem Orden „Für Verdienste“ III. Klasse ausgezeichnet. Bednjakow war bei der feierlichen Zeremonie anwesend, wo er dem Staatsoberhaupt persönlich die Hand reichte und das Zeichen der Anerkennung seiner beruflichen Leistungen entgegennahm.

Auch die Schauspielerin Antonina Chischnjak wird im Dekret erwähnt, der eine neue Ehrenbezeichnung verliehen wurde. Die vollständige Liste der Ausgezeichneten, einschließlich anderer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wurde in dem offiziellen Dokument veröffentlicht.

Diese Zeremonie setzte die Tradition der Anerkennung der Verdienste derjenigen fort, die aktiv am Leben des Landes teilnehmen. Zuvor hatten Staatsauszeichnungen bereits bekannte Persönlichkeiten wie Irina Fedischin, Wassyl Baidak und Anastasia Pustowit erhalten, deren Tätigkeit im Bereich des Freiwilligendienstes und der gesellschaftlichen Unterstützung vom Präsidenten gewürdigt wurde.