Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat beunruhigende Daten bekannt gegeben, die von der ukrainischen Militärnachrichtendiensten erhalten wurden. Laut neuen russischen internen Dokumenten, die in den Besitz von Kiew gelangt sind, hat der Kreml eine klare politische Aufgabe für sich definiert: die systematische Einschränkung der Verbindungen der Ukraine zu wichtigen weltweiten Partnern.

Der Staatschef betonte, dass die russischen Isolierungspläne nicht nur westliche Länder betreffen, sondern auch eine Reihe von Staaten, mit denen die Ukraine in letzter Zeit aktiv zusammenarbeitet. Insbesondere geht es um Moldau, die Länder des Südkaukasus sowie Staaten im Nahen Osten und am Persischen Golf.

Strategie des Feindes: Abbruch der Verbindungen

Wie Selenskyj anmerkte, betrachtet Moskau die Einschränkung sicherheitspolitischer, wirtschaftlicher und strategischer Verbindungen Kiews mit diesen Regionen als eines der Hauptziele seiner Politik. Russland strebt nicht nur einen militärischen Kampf an, sondern möchte die Ukraine vollständig vom globalen Kontext abschneiden und ihr die Möglichkeit nehmen, ihre Souveränität durch internationale Partnerschaften zu erweitern und ihre Sicherheit zu stärken.

Dennoch bestätigen diese aufgedeckten Pläne, so der ukrainische Führer, nur die Richtigkeit des von Kiew eingeschlagenen Kurses. Die Tatsache, dass Russland so aktiv versucht, diese Verbindungen zu blockieren, zeugt von ihrer Wirksamkeit. Selenskyj erklärte, dass die Ukraine und ihre Partner auf dem richtigen Weg zur vollständigen Neutralisierung des russischen Einflusses sind.

Der Preis der Sanktionen und die Bedrohung durch Mobilisierung

In seiner Rede berührte der Präsident auch das Thema des internationalen Drucks auf den Aggressor. Er erinnerte daran, dass ein gerechter Frieden und die Gewährleistung der Sicherheit nur möglich sind, wenn der politische und wirtschaftliche Druck auf Russland verstärkt wird. Selenskyj warnte kategorisch vor einer Schwächung oder Aufhebung der Sanktionen und wies darauf hin, dass Schritte in diese Richtung nicht zu einem Dialog führen, sondern nur das militärische Potenzial der russischen Armee stärken würden.

Zudem schloss der Staatschef den Szenario nicht aus, dass Russland zu einer neuen Welle der Mobilisierung greifen könnte. Nach seinen Worten könnten solche Maßnahmen ergriffen werden, um die erheblichen Verluste an Personal auszugleichen, die die russische Armee im Krieg gegen die Ukraine erleidet.