Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine wichtige Erklärung zur Situation der Angriffe auf die Energieinfrastruktur abgegeben. Seiner Darstellung nach hält sich die ukrainische Seite streng an die Einstellung solcher Angriffe und verzichtet seit zwei Tagen auf Schläge gegen russische Ölraffinerien und Energieanlagen. Dieser Schritt erfolgte, nachdem der amerikanische Präsident eine Feuerpause im Energiebereich gefordert hatte.

Moskaus Reaktion und massive Angriffe auf Regionen

Trotz der Deeskalationsinitiative ignorierte die russische Seite die Waffenruheaufrufe. Wie Selenskyj betonte, verübte der Feind in genau den zwei Tagen, in denen Kiew auf Angriffe auf die russische kritische Infrastruktur verzichtete, groß angelegte Angriffe auf 19 Regionen der Ukraine. Erneut gerieten wichtige Objekte des ukrainischen Energienetzes und zivile Versorgungseinrichtungen unter Beschuss.

Kiews Position und Bedingungen für eine spiegelbildliche Antwort

In der offiziellen Erklärung des ukrainischen Staatschefs wird betont, dass Moskaus Handeln völlig klare Signale sendet, dass der Kreml den Abnutzungskrieg nicht stoppen und vom Terror gegen die Zivilbevölkerung absehen will. Dennoch bleibt die Position der Ukraine prinzipientreu und offen für Diplomatie: Kiew ist bereit zu spiegelbildlichen Deeskalationsschritten, dafür ist jedoch ein wirksamer internationaler Druck auf Russland erforderlich.

Widersprüchliche Daten

Während offizielle Stellen in Kiew ein zweitägiges Moratorium für Angriffe auf russische Raffinerien im Rahmen der von Washington vorgeschlagenen Initiative melden, erheben russische und einige unabhängige Quellen gegenseitige Vorwürfe. Zahlreiche Berichte betonen, dass der großflächige Beschuss ukrainischer Gebiete angesichts fehlender rechtlich verbindlicher Dokumente weitergeht.