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title: "Raketenmangel: Selenskyj gibt zu, dass die Ukraine Patriot-Raketen von Verbündeten «einzeln herauspressen» muss"
description: "Selenskyj gab zu, dass die Ukraine gezwungen ist, Patriot-Raketen von Verbündeten buchstäblich «einzeln herauszupressen», da die offiziellen Lieferungen den Angriffen um das Zweifache hinterherhinken. Die ukrainischen Streitkräfte meldeten einen kritischen Munitionsmangel, während Trump eine Lösung vorschlug: die Erlaubnis zur Produktion der Systeme in den USA. 🚀🇺🇦"
date: 2026-07-09T08:46:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Raketenmangel: Selenskyj gibt zu, dass die Ukraine Patriot-Raketen von Verbündeten «einzeln herauspressen» muss

![Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit ernstem Gesichtsausdruck vor der ukrainischen Flagge, die Diskussion über den Mangel an Patriot-Raketen.](https://xab.info/media/2026/07/09/zelenskiy-uzhimaet-rakety-patriot-iz-soyuznikov/zelenskiy-uzhimaet-rakety-patriot-iz-soyuznikov-1.webp)

Das ukrainische Luftabwehrsystem befindet sich an einem kritischen Punkt. Trotz der Zusicherungen westlicher Partner können die tatsächlichen Lieferungen von Abfangraketen nicht mit dem Tempo der russischen Aggression Schritt halten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj enthüllte in einem exklusiven Interview mit der Journalistin Ramina Eshaghzai Details der Situation und gab zu, dass das Land gezwungen ist, Munition buchstäblich aus den Beständen der Verbündeten «herauszupressen».

### Die Mathematik des Überlebens: Das Missverhältnis der Lieferungen

Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass die Ukraine in naher Zukunft ein neues Paket von Raketen für die Patriot PAC-3-Systeme erhalten wird. Laut dem Präsidenten ist dies jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das offizielle Programm PURL (Program for Urgent Replenishment of Long-range Missiles), das von europäischen Ländern finanziert wird, sieht bestimmte monatliche Lieferungen vor. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die Anzahl der vom Gegner abgefeuerten Raketen übersteigt das Volumen der offiziellen Lieferungen um das Zweifache.

«Ein Paket PAC-3 haben wir vereinbart... aber das reicht nicht», konstatierte der ukrainische Staatschef. Um den Mangel zu kompensieren, ist Kiew gezwungen, auf inoffizielle Mechanismen zurückzugreifen. Selenskyj beschrieb diesen Prozess als das Sammeln Tropfen für Tropfen: «Und so wurden 5, 10, 20 Raketen aus jedem Land ein wenig herausgeholt, damit die Ukraine überleben kann».

### Kritischer Mangel und «leere» Lager

Die Situation an der Front sieht beunruhigend aus. Die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte berichteten zuvor von einer kritischen Erschöpfung der Vorräte für die Systeme Patriot, NASAMS und IRIS-T. In einigen Einheiten ist die Munition praktisch aufgebraucht. Der Berater des Verteidigungsministers Serhij «Flash» Besskrestnow war noch offener: Laut ihm verfügt die Ukraine derzeit faktisch über keine Raketen mehr, um russische ballistische Ziele abzufangen.

Kiew hat 40 Länder mit der Bitte um Raketenkontaktiert. Die Ukraine bietet im Gegenzug zukünftige Lieferungen an, die bereits für sie vertraglich gebunden sind. Die Diplomatie stößt jedoch an geopolitische Realitäten: Länder, die an Russland grenzen, bewerten die Bedrohung durch Russland als hoch und sind nicht bereit, ihre strategischen Reserven abzugeben. Dazu gehört insbesondere Deutschland.

### Die Suche nach Alternativen: Von Freya bis zur Produktion in den USA

Da sie verstehen, dass das «Herauspumpen» von Beständen nur eine vorübergehende Maßnahme ist, sucht die Ukraine nach langfristigen Lösungen. Die einzige richtige Option sieht Selenskyj in der Schaffung einer Alternative zu PAC-3. Der Präsident kündigte an, dass in den kommenden Wochen ein Versuch unternommen werden soll, die Länder der Anti-Ballistik-Koalition für die gemeinsame Produktion von Komponenten des neuen Systems Freya zusammenzubringen.

Parallel dazu wird ein Projekt mit Deutschland zur Schaffung eines gemeinsamen Luftabwehrsystems zum Schutz des gesamten europäischen Kontinents vorangetrieben. Dieses Projekt soll den Mangel beim Abfangen ballistischer Raketen schließen, den viele europäische Länder spüren.

Auf dem Hintergrund dieser Bemühungen gab es auch in den USA bedeutende Aussagen. Präsident Donald Trump teilte mit, dass die Vereinigten Staaten der Ukraine das Recht einräumen könnten, Flugabwehrraketensysteme Patriot selbst zu produzieren. Diese Entscheidung könnte die Situation bei der Sicherung des ukrainischen Himmels radikal verändern und die Abhängigkeit von fremden Lagern beseitigen.