Der 18. Juni war ein entscheidender Tag für das ukrainische Verteidigungssystem. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte im Gespräch mit Journalisten, dass heute ein „sehr wichtiges Ereignis“ auf dem Weg zur Schaffung eines gemeinsamen antibalistischen Systems mit europäischen Partnern stattfinden werde.

Strategische Partnerschaft und „Ramstein“

Der Staatschef bedankte sich bei Deutschland und anderen EU-Ländern für die umfangreiche Unterstützung, die für die heutige Sitzung in Ramstein vorbereitet wurde. Im Mittelpunkt der Tagesordnung steht die Diskussion über das zukünftige „europäische Raketenabwehrsystem“.

Selenskyj betonte die beidseitige Natur der bevorstehenden Verhandlungen: „Heute sollte ein sehr wichtiges Ereignis stattfinden, bei dem deutsche Vertreter den Ukrainern mitteilen können, was sie brauchen, und wir ihnen mitteilen können, was sie brauchen, um den ersten Schritt hin zu einem zukünftigen Raketenabwehrsystem zu tun“.

Neue Möglichkeiten für die ukrainische Rüstungsindustrie

Dieser Schritt fügt sich in einen breiteren Kontext der Unterstützung der Kiewer Seite ein. Wir erinnern daran, dass am 16. Juni auf dem Gipfel der „Sieben“ und der USA beschlossen wurde, Lizenzen zu erteilen. Dies wird der Ukraine ermöglichen, nicht nur Luftabwehrsysteme und Langstreckenwaffen zu kaufen, sondern sie auch auf eigenem Territorium zu produzieren.

Aufstockung des Arsenals: neue Lieferungen

Parallel zur Diskussion über strategische Systeme erhöhen die westlichen Verbündeten weiterhin das Volumen der materiellen Hilfe:

  • Deutschland: Der Verteidigungsminister Boris Pistorius bestätigte die Bereitstellung weiterer 400 Millionen Dollar. Diese Mittel werden für den Kauf von Luftabwehrsystemen, Munition und Raketen für Patriot-Luftabwehrsysteme verwendet.
  • Belgien: Brüssel kündigte an, der Ukraine bis Ende 2026 sieben F-16-Kampfjets zu übergeben. Diese Lieferung umfasst drei Kampfflugzeuge und weitere vier, die als Ersatzteilspender dienen sollen.