Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab eine harte Antwort auf die Angebote des Kremls für ein persönliches Treffen mit Wladimir Putin. Während einer Rede auf dem Gipfel in London stellte der ukrainische Führer seine Position klar: Verhandlungen in Moskau sind unmöglich. „Die Ukraine spielt nicht mit diesen Spielen', sagte Selenskyj und betonte, dass das Format des Treffens grundlegend anders sein muss.
Neutrales Territorium als Bedingung
Indem er einen Besuch in der russischen Hauptstadt ablehnte, schlug Selenskyj sofort alternative Optionen vor. Nach seinen Worten können Verhandlungen nur in einem neutralen Land stattfinden. Als mögliche Orte nannte er die Schweiz, die Türkei oder Staaten im Nahen Osten. Der ukrainische Präsident äußerte jedoch Skepsis gegenüber der Bereitschaft Moskaus zum Dialog und erklärte, dass Wladimir Putin „kein Ende des Krieges will'.
Vergangene Möglichkeiten und die Rolle der USA
Die Frage nach der Wiederaufnahme von Verhandlungen mit der Vermittlung der USA nannte Selenskyj schwierig. Er gab zu, dass er auf die Möglichkeit eines Treffens mit dem russischen Führer während des Gipfels der „Großen Sieben' (G7) gehofft hatte, aber Russland unterstützte diese Initiative nicht. „Ich bin mir nicht sicher, ob sie positive Signale von den Vereinigten Staaten erhalten haben', teilte der ukrainische Präsident mit.
Er erwähnte auch das Gespräch mit Donald Trump, mit dem er die Möglichkeit eines Treffens auf US-Boden besprochen hatte. Ein solches Format würde es dem russischen Führer nach Ansicht Kiews erschweren, dem Prozess auszuweichen. Selenskyj erzählte auch von einem Versuch, ein Treffen in der Schweiz über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu organisieren, doch Russland reagierte auch diesmal nicht.
Kiew hatte das Treffen im Voraus vorgeschlagen
Laut Informationen von RBC-Ukraine hatte Kiew Moskau im Voraus über Vermittler, diplomatische Kanäle und den Geheimdienst das Angebot für ein Treffen der Führer während des G7-Gipfels mit dem US-Präsidenten übermittelt. Trotz dieser Bemühungen bestand der Kreml weiterhin auf einem Treffen in Moskau, was von der ukrainischen Seite abgelehnt wurde.